Zahl der Minijobber in Privathaushalten seit 2007 um etwa 50 Prozent gestiegen
Bochum, 23. August 2010
Die Minijob-Zentrale verzeichnet im zweiten Quartal dieses Jahres erneut einen starken Anstieg bei den in Privathaushalten tätigen Minijobbern. So waren zum 30. Juni 2010 rund 217.000 geringfügig entlohnte Beschäftigte in Privathaushalten angemeldet. Gegenüber dem vorherigen Quartal stieg der Wert um 6,3 Prozent. Im Vergleich zu 2007 ist die Zahl der im Haushaltsscheckverfahren gemeldeten Minijobber um mehr als 50 Prozent gestiegen. Dies geht aus dem heute veröffentlichten Quartalsbericht der Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) hervor.
Im Bereich der gewerblichen Minijobs zählte die Minijob-Zentrale im zweiten Quartal dieses Jahres 6,8 Millionen Beschäftigte. Dieser Wert ist gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Im Vergleich zum März 2010 verzeichnete die Minijob-Zentrale in diesem Bereich einen Anstieg von 1,5 Prozent – das sind etwa 103.000 Minijobber.
Neun von zehn Minijobber in Privathaushalten sind weiblich
Bei den Minijobbern in Privathaushalten gab es in Mecklenburg-Vorpommern (plus 9,3 Prozent), Thüringen (plus 7,8 Prozent) und Brandenburg (plus 7,6 Prozent) die stärksten Zunahmen. Bezogen auf die Einwohnerzahl sind unverändert die meisten Beschäftigten in Rheinland-Pfalz (3,71 pro 1.000 Einwohner), Schleswig-Holstein (3,54) und Nordrhein-Westfalen (3,29) angemeldet. Die wenigsten Minijobber in Privathaushalten gibt es in Sachsen-Anhalt (0,97), Thüringen (0,98) und Mecklenburg-Vorpommern (1,02). Bundesweit liegt der Durchschnitt bei 2,65 Minijobbern in Privathaushalten je 1.000 Einwohner. Mehr als die Hälfte von ihnen (58 Prozent) ist der Altersgruppe von 40 bis unter 60 Jahren zuzuordnen.
Nach wie vor gibt es wesentlich mehr weibliche als männliche Minijobber in Privathaushalten – auch wenn der Frauenanteil von 92,2 auf 91,5 Prozent leicht gesunken ist. Insgesamt zählte die Minijob-Zentrale im zweiten Quartal 198.715 weibliche und 18.491 männliche geringfügig Beschäftigte.
Fast alle Bundesländer legen zu
Bei den gewerblichen Minijobbern verteilt sich die bundesweite Zunahme von rund 103.000 geringfügig Beschäftigten im zweiten Quartal 2010 auf alle Bundesländer mit einem Wachstum zwischen 2,8 und 0,3 Prozent. Ausgenommen davon sind Bremen und Thüringen, die einen Rückgang der Beschäftigtenzahlen um 0,6 beziehungsweise 0,9 Prozent verzeichnen. In Bremen zählte die Minijob-Zentrale allerdings immer noch mit 99 die meisten Minijobber pro 1.000 Einwohner.
Der Männeranteil im gewerblichen Bereich ist im zweiten Quartal 2010 von 37,0 auf 37,2 Prozent gestiegen – der Anteil der weiblichen Beschäftigten entsprechend auf 62,8 Prozent zurückgegangen. Die Hälfte der gewerblichen Minijobber sind 30 bis unter 55 Jahre alt.
Der komplette Quartalsbericht steht unter www.minijob-zentrale.de/presse zum Download bereit.
Presseinformation der Minijob-Zentrale
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Über die Minijob-Zentrale
Die Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See ist der zentrale Ansprechpartner für geringfügige Beschäftigungen in Deutschland. Ihre Aufgabe ist die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahrens und die Beratung rund um die Minijobs.



