Minijob-Zentrale - Startseite - Unterstützung für Minijob-Arbeitgeber während der Corona-Pandemie – Erleichterter Stundungszugang auch für den Monat Mai 2020

Un­ter­stüt­zung für Mi­ni­job-Ar­beit­ge­ber wäh­rend der Co­ro­na-Pan­de­mie – Er­leich­ter­ter Stun­dungs­zu­gang auch für den Mo­nat Mai 2020

Umsatz- und Gewinneinbrüche, das Ausbleiben von Aufträgen, Kurzarbeit und Zahlungsschwierigkeiten – all das sind Herausforderungen, vor die Arbeitgeber durch die Corona-Pandemie momentan gestellt werden. Natürlich hat die finanzielle Lage der Unternehmen auch Auswirkungen auf die Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitnehmer. Arbeitgeber sind oftmals außerstande, ihrer Zahlungsverpflichtung nachzukommen.

Da die Minijob-Zentrale als Einzugsstelle einen gesetzlichen Anspruch auf rechtzeitige und vollständige Erhebung der Beiträge zur Sozialversicherung hat, kann leider nicht auf Zahlungen verzichtet werden. Einige Arbeitgeber sind in den letzten Wochen bereits auf uns zugekommen, haben ihre Zahlungsschwierigkeiten mitgeteilt und eine Stundung der Sozialversicherungsbeiträge für die Beitragsmonate bis April 2020 vereinbart. Mit einer Stundung können Arbeitgeber die Zahlung auf einen späteren Zeitpunkt verschieben und ihre Beitragsrückstände in einer besseren finanziellen Lage begleichen.


Ausweitung des vereinfachten Stundungsverfahrens für Mai 2020 und normales Stundungsverfahren ab Juni 2020 

Die Regelungen für das vereinfachte Stundungsverfahren wurden nun in Abstimmung des GKV-Spitzenverbands mit den zuständigen Ministerien auch auf den Beitragsmonat Mai 2020 ausgeweitet. Unverändert gilt: Die Stundung der Sozialversicherungsbeiträge ist nachrangig gegenüber

  • Leistungen des Wirtschaftsstabilisierungsfonds,
  • Leistungen des KfW-Sonderprogramms 2020,
  • KfW-Schnellkredit,
  • Soforthilfen für Solo-Selbständige und Kleinstunternehmen,
  • Staatlich unterstützte Bürgschaften im Zuge von Investitionskrediten,
  • Steuerliche Liquiditätshilfen,
  • (gilt nicht für Minijobber:) Erstattung von Lohnkosten und Sozialversicherungsbeiträgen bei Kurzarbeit bei arbeitslosenversicherungspflichtig Beschäftigten,
  • sonstigen Leistungen (bspw. Leistungen aus Programmen des jeweiligen Bundeslandes).

Durch diese Zugangsvoraussetzungen ist es nicht möglich, die bereits beantragte Stundung der Beiträge für die Monate bis April 2020 einfach fortzuführen. Vielmehr ist ein neuer Stundungsantrag nötig. Hierzu hat der Spitzenverband der gesetzlichen  Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) ein einheitlich gestaltetes Antragsformular entwickelt, das auch die Inanspruchnahme der oben genannten Unterstützungsleistungen abfragt.

Daher bitten wir alle Arbeitgeber, bei zukünftigen Stundungsanträgen anlässlich der Corona-Pandemie ausschließlich das neue Antragsformular zu verwenden:

Link zum pdf-Antragsformular (online ausfüllbar)

Das Antragsformular muss nicht handschriftlich unterschrieben werden, wodurch die Antragstellung für die Arbeitgeber erleichtert wurde. Der Antrag kann schnell und einfach online ausgefüllt und an die Minijob-Zentrale gesendet werden.


Kontaktmöglichkeiten

Hierfür nutzen Arbeitgeber am besten das Kontaktformular auf der Homepage und wählen den Betreff „Stundung“ aus. Damit der Sachverhalt schnellstmöglich dem richtigen Unternehmen zugeordnet werden kann, ist unbedingt die Betriebsnummer anzugeben. Mit dem Kontaktformular können Nachrichten und Dateianhänge mittels gesicherter Datenübertragung übermittelt werden und sind damit vor unberechtigten Zugriffen geschützt.

Alternativ können Arbeitgeber auch unter Angabe ihrer Betriebsnummer ein Fax an die Fax-Nummer 0201 384-979797 zukommen lassen.

Natürlich erreichen Sie die Minijob-Zentrale auch auf dem Postweg (Minijob-Zentrale, 45115 Essen).