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Entsendungen ins Ausland – Ab 2019 elektronisches Verfahren für A1-Bescheinigungen verpflichtend

Seit dem 1. Januar 2018 können Arbeitgeber die Anträge auf Ausstellung von A1-Bescheinigungen für die in einen anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU), des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) oder die Schweiz entsandten Arbeitnehmer maschinell an die für die Ausstellung zuständige Stelle senden. Dies gilt auch für Anträge auf Ausnahmevereinbarungen, die bei der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung Ausland (DVKA) beantragt werden.

Das elektronische Antrags- und Bescheinigungsverfahren A1 ist ab 1. Januar 2019 grundsätzlich für alle Beteiligten verpflichtend, so dass keine Möglichkeit mehr besteht, die Vordrucke A1 in Papierform zu beantragen oder den Arbeitgebern zukommen zu lassen. Aufgrund der Herausforderungen bei der Umsetzung des elektronischen Verfahrens haben die Spitzenorganisationen der Sozialversicherung in den Gemeinsamen Grundsätzen zum A1-Verfahren eine Ausnahmeregelung geschaffen. Danach können Arbeitgeber in begründeten Einzelfällen bis zum 30. Juni 2019 die A1-Bescheinigung weiterhin in Papierform beantragen.

Der Antrag auf Ausstellung einer A1-Bescheinigung ist grundsätzlich bei der zuständigen Krankenkasse des Minijobbers zu stellen. Die Minijob-Zentrale zieht zwar die Abgaben für Minijobs ein, für die Ausstellung der A1-Bescheinigung ist sie aber nicht zuständig.

Ist der Minijobber privat krankenversichert, ist der zuständige Rentenversicherungsträger des Minijobbers für die Ausstellung des Vordrucks A1 zuständig. Soweit der Minijobber zusätzlich berufsständisch versorgt ist, ist der Antrag an die Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungseinrichtungen zu senden.