Änderungen zum Jahreswechsel

Das Jahr 2017 bringt neue Gesetze und Änderungen mit sich. Wir haben alle wichtigen Informationen für Sie zusammengefasst.

Mindestlohn steigt: Arbeitszeit für Minijobber verringert sich

Die Erhöhung des Mindestlohns gilt auch für 450-Euro-Minijobber: Nach der Anpassung des Mindestlohns auf 8,84 Euro erreichen Minijobber schon nach 50 Stunden und 54 Minuten die zulässigen 450 Euro im Monat. Arbeitgeber von Minijobbern, die die monatliche Verdienstgrenze von 450 Euro ausreizen, sollten daher bestehende Beschäftigungen zum 1. Januar 2017 neu beurteilen. Wird die Arbeitszeit nicht angepasst, kann die Erhöhung des Stundenlohns zu einer Überschreitung der jährlichen Entgeltgrenze von 5.400 Euro führen.

Mehr Informationen zum Mindestlohn finden Sie hier.

Reduzierter Umlagesatz für das Insolvenzgeld

Für das Kalenderjahr 2017 beträgt der Umlagesatz für das Insolvenzgeld 0,09 Prozent. Die Insolvenzgeldumlage soll Arbeitnehmer im Fall einer Insolvenz ihres Arbeitgebers finanziell absichern. Betroffene Arbeitnehmer erhalten in diesem Fall von der Agentur für Arbeit maximal drei Monate lang Insolvenzgeld als Ausgleich für ihren ausgefallenen Verdienst.

Umlagesatz für Arbeitgeberaufwendungen bei Krankheit sinkt

Die Umlage 1, die für Arbeitgeberaufwendungen bei Krankheit (U1) erhoben wird, sinkt zum 1. Januar 2017 von 1 Prozent auf 0,9 Prozent. Die Umlage 2 (U2) für das Umlageverfahren bei Mutterschaft beträgt weiterhin 0,3 Prozent. Die Erstattungssätze betragen unverändert 80 Prozent bzw. 100 Prozent.

Eine Übersicht über die Abgaben für 450-Euro-Minijobs und kurzfristige Minijobs finden Sie hier.

Automatische Umrechnung von Dauer-Beitragsnachweisen

Sofern der Minijob-Zentrale ein Dauer-Beitragsnachweis vorliegt, wird aufgrund der Änderungen ab Januar 2017 der bestehende Dauer-Beitragsnachweis automatisch angepasst. Nur für den Fall, dass sich die Höhe des Arbeitsentgelts ändert, müssen Sie einen neuen Beitragsnachweis übermitteln. Wenn Sie die Beiträge überweisen und zu diesem Zweck einen Dauerauftrag bei Ihrer Hausbank eingerichtet haben, bitten wir, diesen anzupassen.

Übersicht der Beitragsfälligkeiten im Jahr 2017

Eine Übersicht der Beitragsfälligkeiten für das Jahr 2017 finden Sie hier.

Wie sich das Flexirentengesetz auf Minijobs auswirkt

Das Flexirentengesetz wirkt sich auch auf Minijobs aus. So können auch Altersvollrentner mit einem Minijob ab dem 1. Januar 2017 Beiträge in die Rentenversicherung zahlen, um die Höhe ihrer Rente zu steigern. In unserem Blog erklären wir Ihnen die wichtigsten Neuerungen der Flexirente für Altersvollrentner, die nebenher einen Minijob ausüben.

sv.net – Neue Software verfügbar

Im Jahr 2017 wird sv.net/online durch sv.net/standard ersetzt. Ebenso wird sv.net/classic durch sv.net/comfort Schritt für Schritt ersetzt. Da sv.net/online bereits zum 31. Dezember 2016 abgeschaltet wird, nutzen Sie bitte ab sofort sv.net/standard.

Ermittlung der Beitragshöhe: Vereinfachungsregelung gilt jetzt für alle Arbeitgeber

Die Höhe der Abgaben ist spätestens zum fünftletzten Bankarbeitstag des Monats festzusetzen und im Beitragsnachweis-Verfahren an die Minijob-Zentrale zu übermitteln. Da zu diesem Zeitpunkt der Monat noch nicht abgeschlossen ist, kann die endgültige Höhe der beitragspflichtigen Entgelte und damit der Abgaben für den jeweiligen Beitragsmonat noch nicht feststehen. Der Gesetzgeber bietet den Arbeitgebern zwei Alternativen an, wie sie die Abgaben festsetzen und zahlen können. Lesen Sie hierzu mehr.

Arbeitgeberversicherung - AAG-Antragsverfahren weiter optimiert

Ihre Minijobber hat Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und auf finanzielle Absicherung bei Mutterschaft. Damit dies für Sie als Arbeitgeber keine unberechenbar hohe finanzielle Belastung darstellt, sind Sie in der Arbeitgeberversicherung der Knappschaft grundsätzlich pflichtversichert und bei der Minijob-Zentrale gemeldet. Wir erstatten Ihnen Ihre Aufwendungen, nachdem Sie die Entgeltfortzahlung geleistet haben.

Übermitteln Sie die Anträge elektronisch direkt durch Ihr Entgeltabrechnungsprogramm oder mit Hilfe der maschinellen Ausfüllhilfe sv.net/classic. Dann erhalten Sie auf dem gleichen Wege zu jedem Antrag eine Rückmeldung. Diese erfolgt mit dem Datensatz Rückmeldung AAG (DSRA) und dem Datenbaustein Rückmeldung AAG (DBRA). Neben den Angaben zum betroffenen Antrag melden wir den beantragten und festgestellten Erstattungsbetrag. Kann dem Antrag auf Erstattung nach dem AAG nicht in voller Höhe entsprochen werden, erhalten Sie schon heute eine Rückmeldung. Ab 2017 wird es auch eine Rückmeldung geben, wenn der Antrag in voller Höhe bewilligt oder komplett abgelehnt wird.

Wichtig ist der Grund, warum wir zu einem anderen Ergebnis kommen. Daher sind in dem Verfahren zahlreiche Abweichungsgründe enthalten. Diese spiegeln die in der Praxis am häufigsten vorkommenden Gründe für eine anteilige Erstattung wieder.

Hier finden Sie eine Übersicht der Abweichungsgründe.

Eine Korrektur der ursprünglich übermittelten Anträge ist nach Erhalt der Rückmeldung nicht erforderlich.

Ab 1. Januar 2017 gilt die Versionsnummer 05 für AAG-Anträge. Wie bisher werden Erstattungsanträge, die in der Zeit vom 1. Januar bis 31. März 2017 mit der Versionsnummer 04 abgegeben werden, in die Version 05 konvertiert.

Arbeitgeberversicherung – Neue Faxnummer

Bitte beachten Sie die neue Faxnummer der Arbeitgeberversicherung: 0234 97838 - 80020

Unsere Mitarbeiter im Servicecenter sind montags bis donnerstags von 07:00 bis 16:00 Uhr und freitags bis 14:00 Uhr unter der Telefonnummer 0234 304 - 43990 für Sie da. Rufen Sei uns einfach an.

Oder schicken Sie uns direkt eine E-Mail an arbeitgeberversicherung@knappschaft.de