Betreuungsstress in den Ferien: Kindersitter entlasten Familien

Die Sommerferien haben in fast allen Bundesländern begonnen und rund elf Millionen Schüler in Deutschland freuen sich über die freien Sommertage (Destatis 2017). Was für Schüler eine der schönsten Zeiten des Jahres ist, das ist für ihre Eltern eine der stressigsten: Denn die Betreuung der Kinder wird für sie immer wieder zur Herausforderung, insbesondere in den Schulferien. Zusammen mit dem KiKa- und Sandmännchen-Fernsehmoderator Juri Tetzlaff stellt die Minijob-Zentrale Betreuungsmodelle vor und zeigt: Auch kurzfristig können Minijobber für Entlastung bei der Betreuung der Kinder in den Ferien und im Alltag sorgen.

Bochum, 25.07.2017– Rund zwölf Wochen Ferien haben Schüler in Deutschland jedes Jahr. Anders sieht es meist bei den Eltern aus: Als Arbeitnehmer haben sie durchschnittlich 27 Tage Urlaub. Es bleibt also eine Differenz von mehr als sechs Wochen, in denen die Betreuung der Kinder organisiert werden muss. „Besonders in den langen Sommerferien sind berufstätige Eltern auf Unterstützung angewiesen, denn der Großteil der Horts und Kindertagesstätten hat während dieser Zeit nur eingeschränkt geöffnet“, erklärt Juri Tetzlaff, Moderator beim KiKa und zweifacher Vater. Auch außerhalb der Ferien bedeutet die lückenlose Betreuung für Familien einen enormen Organisationsaufwand.

Betreuungsangebote in den Ferien und im Alltag

Besonders zu Beginn der Ferienzeit sind viele Eltern auf der Suche nach einer guten Betreuung für ihre Kleinen. „Auf Stadtebene gibt es schöne Ferienprogramme z. B. durch die Pfadfinder oder örtliche Vereine, aber es fehlt an einem flächendeckenden Betreuungsmodell“, so Tetzlaff. Auch außerhalb der Ferien muss die Betreuung der Kinder gewährleistet sein: „Immer mehr Familien greifen deshalb auf Familienangehörige, wie die Großeltern zurück. Natürlich möchte man sie dabei nicht zu stark beanspruchen. Kindersitter können hier entlasten. „Die machen das gerne und sorgen für Entspannung bei allen Beteiligten.“ so Tetzlaff weiter.   

Gut betreut – darauf kommt es an

„Für Kinder ist es wichtig, sich in ihrer Umgebung wohlzufühlen. Das gilt auch für die Kinderbetreuung. Außerdem finden sie es immer toll, wenn ihnen jemand seine volle Aufmerksamkeit schenkt“, weiß Tetzlaff. Kinderbetreuer bieten eine persönliche und direkte Betreuung der Kleinen und ermöglichen es den Kindern schnell Vertrauen aufzubauen. „Eltern sind ja immer irgendwie beschäftigt. Bei einem Kindersitter können die Kinder es genießen, auch mal total im Mittelpunkt zu stehen“, ergänzt Tetzlaff. Als Minijobber dürfen Kindersitter im Jahr nicht mehr als 5.400 Euro verdienen – monatlich durchschnittlich 450 Euro. Aber: Wenn zum Beispiel in der Ferienzeit oder im Alltag aufgrund beruflicher Verpflichtungen das Betreuungsaufkommen steigt, darf auch der Verdienst der Minijobber für einen begrenzten Zeitraum steigen, solange er die Gesamtjahresgrenze nicht überschreitet.

Kindersitter finden und anmelden  

Wer noch auf der Suche nach einem Kindersitter ist, findet diesen über haushaltsjob-boerse.de, dem offiziellen Online-Stellenportal der Minijob-Zentrale. Hier finden Arbeitgeber und Minijobber private Stellenangebote und -gesuche – kostenlos und deutschlandweit.

Minijobber, die im Haushalt als Kindersitter tätig sind, müssen bei der Minijob-Zentrale unter minijob-zentrale.de/haushaltsscheck angemeldet werden. „Nur dann sind sie renten- und offiziell unfallversichert und erfahren einen umfassenden Schutz“, erklärt Dr. Erik Thomsen, Leiter der Minijob-Zentrale. Außerdem besitzen sie einen Anspruch auf Mindestlohn, bezahlten Urlaub sowie auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Im Gegenzug genießen Arbeitgeber umfassende Vorteile. Sie erhalten beispielsweise 80 Prozent des Entgelts wieder, das sie dem Kindersitter im Krankheitsfall zahlen müssen. Darüber hinaus lohnt sich ein offiziell gemeldeter Kindersitter auch finanziell, weil Arbeitgeber Kinderbetreuungskosten bis zu 4.000 Euro pro Kind als Sonderausgabe absetzen können. Dieser Steuervorteil kann sogar größer sein als die Summe der Pauschalabgaben an die Minijob-Zentrale.