Sorgenfrei in Urlaub und Alltag: Minijobber entlasten Tierbesitzer

Ein Tiersitter unterstützt Haustierbesitzer im Alltag und in der Ferienzeit. Bei Katzen und Hunden ist vor allem ein vertrautes Verhältnis zwischen Tier und Betreuer wichtig. Worauf es bei der Auswahl noch ankommt und wo die passenden Helfer zu finden sind, fasst die Minijob-Zentrale mit Unterstützung des Deutschen Tierschutzbundes e.V. zusammen.

61 Prozent der Deutschen haben ein oder mehrere Haustiere. Das zeigt die neuste Recherche der Minijob-Zentrale (Statista Umfrage von 2017). Sie vertreiben Einsamkeit, spenden Trost, fördern das Familienleben und machen glücklicher und zufriedener (Statista Umfrage von 2017). Trotzdem werden jährlich – vor allem zur Ferienzeit – tausende Haustiere ausgesetzt und in Tierheimen abgegeben. Laut dem Deutschen Tierschutzbund e.V. beläuft sich die Zahl der Tiere, die jährlich in Heimen aufgenommen werden, auf rund 70.000.
Ein Haustier bedeutet Verantwortung und erfordert viel Zeit und Organisation. Oft ist die Betreuung während eines Urlaubs nicht gewährleistet – denn gerade einmal 20 Prozent aller Haustierbesitzer in Deutschland fahren mit dem Vierbeiner in den Urlaub (Statista Umfrage von 2017). „Viele Tierhalter vergessen schlichtweg, die Versorgung ihrer Tiere bei der Urlaubsplanung zu berücksichtigen. Nicht selten landen die Tiere dann im Tierheim – oder werden im schlimmsten Fall sogar ausgesetzt“, so Lea Schmitz, Pressereferentin des Deutschen Tierschutzbund e.V.

Ein Tiersitter bringt dauerhafte Entlastung
Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollten sich Herrchen und Frauchen frühzeitig um die Betreuung kümmern. „Tiersitter sind eine Entlastung für Besitzer und schaffen Freiräume“, so Dr. Erik Thomsen, Leiter der Minijob-Zentrale. „Ist der passende Tiersitter gefunden, kann er sowohl bei kurzen Abwesenheiten, wie z.B. Arztbesuchen, als auch bei längeren Reisen die Betreuung übernehmen. Die Besitzer können entspannen und ihre Liebsten sorgenfrei in verantwortungsvolle Hände geben“, so Thomsen weiter. Bei der Auswahl des Betreuers gilt es einige Aspekte zu beachten: „Es ist wichtig, dass sich Tier und Tiersitter vorab kennenlernen, insbesondere bei Hunden und Katzen. So kann der Tierhalter selbst prüfen, ob die Chemie auch wirklich stimmt“, rät die Tierschützerin Schmitz. Der große Vorteil eines Tiersitters besteht darin, dass er eine enge Bindung zum Tier aufbaut und es in seiner vertrauten Umgebung betreut. „In Pensionen treffen viele fremde Tiere aufeinander. Das kann das Stresslevel der Tiere zusätzlich zur ungewohnten Situation noch erhöhen“, so Schmitz.

Die erste Betreuung mit dem Tiersitter optimal vorbereiten
Bevor der Tiersitter erstmals alleine mit dem Tier ist, sollten einige Dinge geklärt werden. Der Besitzer sollte den Betreuer über die allgemeinen Bedürfnisse des Tieres informieren, zum Beispiel: Was bekommt es zu fressen und wie häufig? Wie oft braucht es Freilauf oder darf es womöglich gar nicht nach draußen? Was muss beim Ausführen beachtet werden, wie reagiert ein Hund auf andere Hunde?
Auch die Aufgaben, die der Tiersitter erledigen muss, sollten Arbeitgeber und Arbeitnehmer genau besprechen – vom Füttern, über die Reinigung des Käfigs, Geheges oder Katzenklos, bis hin zum Gassi gehen. „Grundsätzlich mögen Tiere Routine und regelmäßige Abläufe, dies trägt zu einer Stressreduktion bei und erhöht deren Wohlbefinden“, sagt die Tierschutz-Expertin Schmitz. Für Notfälle sollten die Kontaktangaben des Halters mitgeteilt werden sowie der Name und die Adresse des behandelnden Tierarztes.

Den passenden Tiersitter finden
Unter haushaltsjob-boerse.de, dem offiziellen Online-Stellenportal der Minijob-Zentrale, finden Haustierbesitzer und Tiersitter private Stellengesuche und -angebote zum Thema Tierbetreuung – kostenlos und deutschlandweit. Wer regelmäßig Unterstützung erhält und seinem Tiersitter monatlich bis zu 450 Euro bezahlt, sollte dabei nicht vergessen, diesen bei der Minijob-Zentrale unter minijob-zentrale.de/haushaltsscheck anzumelden. „Erst nach der Anmeldung ist der Minijobber legal beschäftigt und somit auch offiziell unfallversichert, wenn ihm zum Beispiel beim Gassi gehen mit dem zu betreuenden Hund etwas passiert“, so Dr. Erik Thomsen, Leiter der Minijob-Zentrale.