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FAQ zur Meldung der Steuerdaten

Was Arbeitgeber zur Meldung der Steuer-ID und Steuernummer wissen müssen

Ab dem Jahr 2022 müssen Arbeitgeber ihre Steuernummer und die steuerliche Identifikationsnummer – auch kurz Steuer-ID oder IdNr genannt – ihrer gewerblichen Minijobber im elektronischen Meldeverfahren an die Minijob-Zentrale übermitteln. Die häufigsten Fragen bezüglich der Meldung der Steuernummer und der IdNr haben wir samt Antworten in unserem FAQ zusammengestellt.

Hinweis
Vorab möchten wir darauf aufmerksam machen, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt. Soweit es uns möglich ist, beantworten wir gerne alle Ihre Fragen. Bei steuerrechtlichen Fragen haben wir nur die Möglichkeit über gesetzliche Regelungen zu informieren.

Bitte wenden Sie sich mit Fragen zur Steueridentifikationsnummer an das Bundeszentralamt für Steuern. Das Bundeszentralamt ist unter der Service-Hotline: 0228 4061240 montags bis freitags von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr erreichbar.
Bei Fragen zur Steuernummer wenden Sie sich bitte direkt an Ihr zuständiges Finanzamt.

Die häufigsten Fragen zur IdNr des Minijobbers

  • Die steuerliche Identifikationsnummer – was ist das?

    Die steuerliche Identifikationsnummer – auch kurz Steuer-ID oder IdNr genannt – ist eine persönliche Identifikationsnummer und besteht aus 11 Ziffern. Sie wird zusammen mit den Stammdaten, die eine Identifizierung des Steuerpflichtigen ermöglichen sollen, in einer vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) verwalteten Datenbank gespeichert. Zu den Stammdaten gehören unter anderem

    • Name (einschließlich früherer Namen),
    • Geburtsdatum und -ort,
    • Geschlecht sowie
    • die letzte bekannte Anschrift.

    Außerdem ist dort auch das zuständige Finanzamt hinterlegt.
    Die ldNr wird nur einmal im Leben vergeben und bleibt dauerhaft gültig. Sie ändert sich zum Beispiel auch nicht nach einer Namensänderung, einer Änderung des Personenstandes oder nach einem Umzug. Finanzbehörden sollen durch die Nummer in die Lage versetzt werden, zulässige Überprüfungen vorzunehmen und vorhandene Informationen zuzuordnen.

  • Wie ist die IdNr an die Minijob-Zentrale zu melden?

    Die IdNr ist zukünftig mit den Entgeltmeldungen an die Minijob-Zentrale zu übermitteln. Dies gilt unabhängig davon, ob Arbeitgeber die Steuer pauschal an die Minijob-Zentrale zahlen oder die individuelle Besteuerung nach der Lohnsteuerklasse über das Finanzamt vornehmen. Die Art der Versteuerung müssen Arbeitgeber in der Datenübermittlung ebenfalls angeben.

  • Woher bekomme ich als Arbeitgeber die IdNr meines Minijobbers?

    Arbeitnehmer sind verpflichtet ihrem Arbeitgeber die IdNr mitzuteilen. Die IdNr findet der Arbeitnehmer entweder

    • auf der jährlichen Lohnsteuerbescheinigung,
    • dem letzten Steuerbescheid, der letzten Steuererklärung
    • dem Schreiben des BZSt bei der erstmaligen Vergabe einer Steuer-ID oder
    • dem Schreiben des Finanzamts im Oktober/November 2011 mit der Information über die gespeicherten elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (kurz: ELStAM).
  • Mein Minijobber hat seine IdNr nicht vorliegen bzw. nicht gefunden. Was ist zu tun?

    Arbeitnehmer, die ihre IdNr nicht vorliegen haben bzw. nicht finden, können auf der Seite des Bundeszentralamts für Steuern eine erneute Mitteilung der Steuer-ID anfordern.

  • Mein Minijobber hat keine IdNr (z. B. Minijobber ohne festen Wohnsitz in Deutschland oder mit Wohnsitz im Ausland). Kann ich die Meldung auch ohne vornehmen?

    Grundsätzlich ist die IdNr ab 2022 zwingend anzugeben. In Ausnahmefällen, in denen die Steuerverwaltung keine steuerliche Identifikationsnummer vergeben hat (z. B. bei Minijobbern mit Wohnsitz im Ausland, deren Arbeitslohn pauschal lohnversteuert wird), kann die Meldung an die Minijob-Zentrale auch ohne Angabe der IdNr vorgenommen werden. Das entsprechende Feld in der Meldung ist dann auszunullen.

    Minijobbern, die in Deutschland meldepflichtig sind, wird mit der erstmaligen Anmeldung bei einer Meldebehörde automatisiert die IdNr vergeben und per Brief mitgeteilt.

    Nicht meldepflichtige Minijobber, die eine IdNr benötigen, weil ihr Arbeitslohn nicht pauschal versteuert wird, können bei dem lohnsteuerlichen Betriebsstättenfinanzamt ihres Arbeitgebers eine Steuer-ID beantragen.

  • Die Beschäftigung meines Minijobbers endet vor dem 1. Januar 2022, muss die IdNr trotzdem gemeldet werden?

    Arbeitgeber haben in der (Ab-)Meldung zur Sozialversicherung die IdNr ab dem 1. Januar 2022 anzugeben. Endet die Beschäftigung vorher, ist die IdNr bei der Abmeldung anzugeben, sofern der Arbeitgeber die Abmeldung erst nach dem 31. Dezember 2021 an die Minijob-Zentrale übermittelt.

  • Muss ich die IdNr in der Jahresmeldung für 2021 angeben?

    Ja, wenn der Arbeitgeber die Jahresmeldung für 2021 in 2022 übermittelt. Ab dem 1. Januar 2022 haben Arbeitgeber die IdNr in der (Ab-)Meldung zur Sozialversicherung anzugeben.

  • Ich möchte die Jahresmeldung für 2021 erstellen, aber in meinem Entgeltabrechnungsprogramm ist kein Feld für die IdNr vorgesehen. Was soll ich tun?

    Die IdNr ist für Entgeltmeldungen ab 2022 erforderlich. Die Umstellung in den Abrechnungssystemen ist rechtzeitig vorgesehen. Somit können Sie am Jahresanfang die Jahresmeldung für 2021 mit dem entsprechenden Feld der IdNr an die Minijob-Zentrale übermitteln.

  • Muss ich bei der Erfassung der IdNr im Entgeltabrechnungsprogramm eine Besonderheit beachten, wenn der Minijob pauschal versteuert wird?

    Für die Meldung an die Minijob-Zentrale hat der Arbeitgeber die IdNr des Minijobbers im Lohnabrechnungsprogramm zu erfassen. Sofern der Minijob pauschal versteuert wird, sollten Arbeitgeber im Lohnabrechnungsprogramm die Teilnahme am ELStAM-Verfahren aktiv ausschließen. So wird eine versehentliche Anmeldung des Minijobbers in der ELStAM-Datenbank verhindert, die zur Folge hätte, dass die individuellen Lohnsteuerabzugsmerkmale (Steuerklasse des Minijobbers) vom Arbeitgeber abgerufen werden und der Lohnbesteuerung zugrunde gelegt werden müssten. Eine Pauschalversteuerung dürfte dann nicht mehr erfolgen.

  • Muss die IdNr auch für kurzfristige Minijobber übermittelt werden?

    Bei kurzfristig Beschäftigten (Personengruppe 110) muss die IdNr nicht gemeldet werden.

  • Muss ich als Arbeitgeber eines Minijobs im Privathaushalt die IdNr meiner Haushaltshilfe melden?

    Arbeitgeber eines Minijobs im Privathaushalt müssen die IdNr des Minijobbers in der Regel nicht melden. Die Minijob-Zentrale erfragt die IdNr nur in den Fällen, in denen ausnahmsweise keine Pauschsteuer gezahlt wird. Also wenn der Arbeitgeber bei der Anmeldung auf dem Haushaltsscheck die Pauschsteuer-Option mit "Nein" angibt. In diesen Fällen setzt sich die Minijob-Zentrale noch einmal mit dem Arbeitgeber in Verbindung und erfragt die IdNr der Haushaltshilfe.

  • Muss der Minijobber nun mehr Steuern zahlen bzw. erhöht sich sein zu versteuerndes Einkommen?

    Die Versteuerung des Minijobs ändert sich durch die Meldung der IdNr ab 2022 grundsätzlich nicht.

  • Wo erhalte ich weitergehende Informationen zur IdNr?

    Das Bundeszentralamt für Steuern beantwortet auf seiner Internetseite die häufigsten Fragen zur IdNr.

Die häufigsten Fragen zur Steuernummer des Arbeitgebers

  • Steuernummer – Was ist das?

    Die Steuernummer ist eine Kennziffer in der Steuerverwaltung, die sowohl von natürlichen als auch von juristischen Personen genutzt werden kann. Sie setzt sich je nach Bundesland unterschiedlich zusammen.

  • Wie ist die Steuernummer an die Minijob-Zentrale zu melden?

    Die Steuernummer ist zukünftig mit den Entgeltmeldungen an die Minijob-Zentrale zu übermitteln. Dies gilt unabhängig davon, ob Arbeitgeber die Steuer pauschal an die Minijob-Zentrale zahlen oder die individuelle Besteuerung nach der Lohnsteuerklasse über das Finanzamt vornehmen. Die Art der Versteuerung müssen Arbeitgeber in der Datenübermittlung ebenfalls angeben.

    Das Feld zur Eingabe der Steuernummer des Arbeitgebers sieht 13 Zeichen vor. Sollte die Steuernummer des Arbeitgebers weniger Zeichen haben, so ist diese mit vorangestellten Nullen einzutragen.

  • Wie muss ein Arbeitgeber vorgehen, der keine Steuernummer vom Finanzamt erhalten hat?

    Vereinzelt kann es vorkommen, dass Arbeitgeber keine Steuernummer vom Finanzamt erhalten (z. B. Arbeitgeber mit Sitz im Ausland oder Wohnungseigentümergemeinschaften). In diesen Fällen ist das entsprechende Feld in der Meldung zur Sozialversicherung auszunullen.

    Für Wohnungseigentümergemeinschaften gilt:

    Eine Wohnungseigentümergemeinschaft ist verpflichtet eine Lohnsteuer-Anmeldung abzugeben, wenn sie Arbeitnehmer beschäftigt und deren Verdienst nach den individuellen Lohnsteuerabzugsmerkmalen versteuert. Eine Lohnsteuer-Anmeldung ist auch abzugeben, wenn die Wohnungseigentümergemeinschaft den Verdienst ihrer Minijobber mit der pauschalen Lohnsteuer in Höhe von 20 Prozent

    Die pauschale Lohnsteuer von 20 Prozent nach § 40a Absatz 2a des Einkommensteuergesetzes (EStG) können Arbeitgeber für 450-Euro-Minijobs wählen, die nicht bei der Minijob-Zentrale, sondern bei der Krankenkasse gemeldet werden (z. B. mehrere 450-Euro-Minijobs neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung).

    versteuert. In diesen Fällen wird dann eine Steuernummer zugeteilt.

    Erhebt die Wohnungseigentümergemeinschaft dagegen ausschließlich die Lohnsteuer mit einem einheitlichen Pauschsteuersatz in Höhe von insgesamt 2% auf den Verdienst ihrer Minijobber, ist sie nicht verpflichtet, eine Lohnsteuer-Anmeldung abzugeben und erhält somit keine Steuernummer.