Mindestlohn und Sozialversicherung

Wie sich der Mindestlohn auf die Sozialversicherung auswirkt

Das Mindestlohngesetz wirkt sich auch auf das Sozialversicherungsrecht der Beschäftigungen aus – und damit in bestimmten Fällen auch auf Minijobs.

Seit dem 1. Januar 2015 haben grundsätzlich auch 450-Euro- oder kurzfristige Minijobber einen Anspruch auf die Zahlung des Mindestlohns. Gleichzeitig dürfen 450-Euro-Minijobber monatlich aber nicht mehr als 450 Euro verdienen.

Wichtig zu wissen

Maßgebend für die versicherungsrechtliche Beurteilung und die Erhebung von Beiträgen und Abgaben ist das Arbeitsentgelt, auf das der Arbeitnehmer einen Anspruch hat

das sogenannte Entstehungsprinzip

. Verstoßen Sie als Arbeitgeber gegen die Regelungen des Mindestlohngesetzes, können Sie im Nachhinein – beispielsweise aufgrund einer Überprüfung durch die eigens eingerichtete Prüfstelle der Zollverwaltung oder durch den Betriebsprüfdienst der Deutschen Rentenversicherung – zu Nachzahlungen verpflichtet werden.

Versicherungsrechtliche Beurteilung der Beschäftigung ist Aufgabe des Arbeitgebers

Als Arbeitgeber ist es Ihre Aufgabe, die Beschäftigung versicherungsrechtlich zu beurteilen, also festzustellen, ob es sich um einen Minijob oder um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung handelt. Hierbei müssen Sie immer alle Entgeltansprüche Ihres Arbeitnehmers berücksichtigen.
Alle Infos zur versicherungsrechtlichen Beurteilung von gewerblichen 450-Euro-Minijobs.
Alle Infos zur versicherungsrechtlichen Beurteilung von gewerblichen kurzfristigen Minijobs.

Noch mehr Infos zum Mindestlohn

In den folgenden PDF-Dokumenten können Sie sich umfassend informieren: