Minijob-Zentrale - Meldung von kurzfristigen Minijobs

Meldung von kurzfristigen Minijobs

Was Sie melden müssen

Für kurzfristige Minijobber müssen Sie folgende Meldungen erstatten:

  • Anmeldungen
  • Abmeldungen
  • UV-Jahresmeldungen

Schlüsselzahlen für den Grund der Abgabe sowie die gesetzlich vorgeschriebenen Meldefristen

Hier geben Sie z.B. Folgendes an:

  • 10 für eine Anmeldung
  • 30 für eine Abmeldung
  • 40 für eine gleichzeitige An- und Abmeldung wegen Ende der Beschäftigung, sofern der Beginn der Beschäftigung nicht mehr als 6 Wochen zurückliegt
  • 92 für eine UV-Jahresmeldung

Diese Schlüssel gelten auch für versicherungspflichtig Beschäftigte.

Die gesetzlich vorgeschriebenen Meldefristen entsprechen denen, die auch für 450–Euro–Minijobs maßgeblich sind.

In der Anlage 2 zu den Gemeinsamen Grundsätzen finden Sie eine Aufstellung aller Abgabegründe.

Schlüsselzahl für die Personengruppe

110= kurzfristige Beschäftigung

Schlüsselzahlen zu den Beitragsgruppen

Die nachfolgenden Schlüsselzahlen sind für die Beitragsgruppen zur Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung zulässig.

Schlüsselzahlen für die Personengruppe 110
KrankenversicherungRentenversicherungArbeitsförderungPflegeversicherung
0 = kein Beitrag0 = kein Beitrag0 = kein Beitrag0 = kein Beitrag

Beitragspflichtiges Bruttoarbeitsentgelt

Geben Sie das beitragspflichtige Bruttoarbeitsentgelt stets mit 0 (Null) Euro an.

Angaben zum Krankenversicherungsschutz des Minijobbers

Ab dem Jahr 2022 müssen Sie als Arbeitgeber von kurzfristig Beschäftigten in der Meldung zur Sozialversicherung Angaben zum Krankenversicherungsschutz des Minijobbers machen. Ein Nachweis über den entsprechenden Krankenversicherungsschutz müssen Sie zu den Entgeltunterlagen nehmen. Als Nachweis gilt eine Bescheinigung der gesetzlichen Krankenkasse oder des privaten Krankenversicherungsunternehmens des Arbeitnehmers. Zudem ist eine Kopie der Versicherungskarte des Minijobbers zulässig.

In den Meldungen müssen Sie danach differenzieren, ob der Minijobber gesetzlich oder privat krankenversichert bzw. anderweitig im Krankheitsfall abgesichert ist. Dies erfolgt in dem neuen Feld „KENNZEICHEN KRANKENVERSICHERUNG (KENNZKV)", welches bei Anmeldung mit Grund der Abgabe „10“ als auch bei gleichzeitiger An- und Abmeldung „40“ wie nachfolgend genannt auszufüllen ist:

  • „1“ Beschäftigter ist gesetzlich krankenversichert
  • „2“ Beschäftigter ist privat krankenversichert oder anderweitig im Krankheitsfall abgesichert
Beschäftigter ist gesetzlich krankenversichert „1“

Für die Dauer der Beschäftigung besteht ein Krankenversicherungsschutz bei einer gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland, und zwar unabhängig davon, ob die Versicherung im Rahmen einer Versicherungspflicht (zum Beispiel als Rentenbezieher oder Studierender) oder einer freiwilligen Krankenversicherung oder einer Familienversicherung durchgeführt wird.

Beschäftigter ist privat krankenversichert oder anderweitig im Krankheitsfall abgesichert „2“

Für die Dauer der Beschäftigung besteht eine Krankheitskostenversicherung bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen, unabhängig davon, ob es zum Geschäftsbetrieb in Deutschland zugelassen ist oder nicht. Die Versicherung kann auch vom Arbeitgeber als Versicherungsnehmer im Rahmen einer Gruppenversicherung für seine Arbeitnehmer als versicherte Personen abgeschlossen werden.
Als anderweitig abgesichert sind Beschäftigte anzusehen, die im Krankheitsfall Leistungen aus Sondersystemen erhalten oder einen Anspruch auf Sachleistungen zu Lasten eines ausländischen Versicherungsträgers haben; einen solchen Sachleistungsanspruch bei geringfügiger Beschäftigung in Deutschland haben gegenwärtig in Dänemark, Luxemburg oder Österreich krankenversicherte Personen.

Rückmeldung über Vorbeschäftigungszeiten durch Minijob-Zentrale

Ab dem 1. Januar 2022 erhalten Sie als Arbeitgeber nach der Anmeldung eines kurzfristigen Minijobbers eine Rückmeldung von der Minijob-Zentrale, ob zum Zeitpunkt der Anmeldung weitere kurzfristige Beschäftigungen bestehen oder im laufenden Kalenderjahr bestanden haben. Die Rückmeldung der Minijob-Zentrale müssen Sie in den Entgeltunterlagen dokumentieren. Dies ist unter anderem bei einer möglichen Betriebsprüfung der Rentenversicherung wichtig.