Besteuerung kurzfristiger Minijobs im Gewerbe

Individuelle Lohnsteuer oder Pauschale von 25 Prozent

Kurzfristige Minijobs können auf zwei Arten besteuert werden: Individuell nach der Steuerklasse Ihres Minijobbers oder mit einer pauschalen Lohnsteuer in Höhe von 25 Prozent.

Individuelle Lohnsteuer nach der Lohnsteuerklasse Ihres Minijobbers

Die Lohnsteuer bestimmt sich in der Regel nach der Lohnsteuerklasse Ihres Minijobbers, sofern Sie von der pauschalen Lohnsteuer von 25 Prozent keinen Gebrauch machen.

Pauschale Lohnsteuer von 25 Prozent

Erfüllt der kurzfristige Minijob folgende Vorgaben, ist eine pauschale Lohnsteuer von 25 Prozent möglich:

  • Ihr Minijobber ist gelegentlich – nicht regelmäßig wiederkehrend – bei Ihnen beschäftigt.
  • Die Beschäftigung dauert nicht länger als 18 zusammenhängende Arbeitstage.
  • Der maximale Verdienst liegt durchschnittlich bei 68 Euro pro Arbeitstag.
    Oder:
    Der kurzfristige Minijob wird zu einem Zeitpunkt, den Sie nicht vorhersehen können, sofort erforderlich.
  • Der durchschnittliche Stundenlohn beträgt maximal zwölf Euro.

Treffen diese Vorgaben auf eine Beschäftigung zu, können Sie als Arbeitgeber auch dann die Pauschalsteuer anwenden, wenn diese sozialversicherungsrechtlich nicht als kurzfristiger Minijob gilt. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn Ihr Minijobber berufsmäßig arbeitet – oder – die Zeitgrenzen durch Vorbeschäftigungen überschreitet.

Wichtig zu wissen

In der Pauschsteuer sind weder die Kirchensteuer noch der Solidaritätszuschlag enthalten. Diese müssen Sie als Arbeitgeber zusätzlich an das zuständige Finanzamt zahlen.

Das Finanzamt ist zuständig

Unabhängig davon, ob Sie den kurzfristigen Minijob individuell oder pauschal versteuern, ist das Finanzamt zuständig und damit auch Ihr Ansprechpartner für alle weiteren Informationen.