Rahmenvereinbarungen für kurzfristige Minijobs im Privathaushalt

Maximal 70 Arbeitstage im Jahr

Übt Ihr Minijobber seine Beschäftigung nicht nur gelegentlich, sondern dauerhaft oder regelmäßig wiederkehrend aus, ist diese kein kurzfristiger Minijob. Das gilt selbst dann, wenn er im Kalenderjahr nicht mehr als 70 Arbeitstage arbeitet.

Gut zu wissen

Eine Beschäftigung ist dann regelmäßig, wenn sie von vornherein auf ständige Wiederholung ausgerichtet ist und über einen längeren Zeitraum – mehr als zwölf Monate – ausgeübt werden soll.

Dauerhaft oder regelmäßig wiederkehrend – kurzfristiger Minijob dank Rahmenvereinbarung

Über eine Rahmenvereinbarung können Sie eine solche Beschäftigung für längstens zwölf Monate auf bis zu 70 Arbeitstage befristen. Damit ist sie ein kurzfristiger Minijob. Nach einer Pause von mindestens zwei Monaten können Sie im Anschluss daran eine erneute Rahmenvereinbarung mit Ihrem Minijobber schließen.

Haben Sie die Rahmenvereinbarung unterjährig geschlossen, kann es sein, dass Ihr Minijobber in diesem Jahr bereits Zeiten aus einer vorherigen Beschäftigung angesammelt hat. Diese Zeiten müssen Sie berücksichtigen. Dabei dürfen seine Arbeitseinsätze insgesamt maximal 70 Arbeitstage betragen – sowohl im laufenden Kalenderjahr als auch für die Dauer der Rahmenvereinbarung.

Beispiel

Ein Privathaushalt schließt mit einer Kinderbetreuerin eine Rahmenvereinbarung ab 1. Juli 2016 für längstens zwölf Monate mit Arbeitseinsätzen für maximal 70 Arbeitstage. Davon sind jeweils 35 Arbeitstage im zweiten Halbjahr 2016 und im ersten Halbjahr 2017 geplant. Die Arbeitnehmerin gibt an, im laufenden Kalenderjahr 2016 bereits an 20 Arbeitstagen kurzfristig beschäftigt gewesen zu sein.

Die Beschäftigung ab 1. Juli ist ein kurzfristiger Minijob, weil sie:

  1. mit maximal 70 Arbeitstagen nicht länger als 12 Monate dauert und
  2. auch unter Berücksichtigung der Vorbeschäftigungszeit 70 Arbeitstage im Kalenderjahr des Beschäftigungsbeginns nicht überschreitet: 20 + 35 Arbeitstage = 55 Arbeitstage im Jahr 2016.

Besonderheit bei kalenderjahresüberschreitenden Beschäftigungen für 2014/15 und 2018/19

Für kurzfristige Beschäftigungen, die über den 31. Dezember 2014 bzw. den 31. Dezember 2018 hinausgehen, gelten besondere Regelungen.