Meine Steuervorteile als Arbeitgeber

Das rechnet sich bei Ihrer Einkommensteuer

Als Arbeitgeber von Minijobs im Privathaushalt erhalten Sie zusätzlich zu günstigen Abgaben auch eine Steuerermäßigung. Sie machen dies in Ihrer Einkommensteuererklärung beim Finanzamt geltend. Die Einkommensteuer für Ihren Minijob ermäßigt sich damit um 20 Prozent Ihrer Aufwendungen. Maximal sind das 510 Euro im Jahr bzw. 42,50 Euro im Monat.

  • So berechnen Sie Ihren Steuervorteil

    Beispiel: Ihre Haushaltshilfe arbeitet im Jahr 2017 monatlich 18 Stunden zu einem Stundenlohn von 10 Euro. Sie haben für diesen 450-Euro-Minijob die Pauschsteuer von zwei Prozent gewählt. In diesem Beispiel ist Ihre Haushaltshilfe gesetzlich krankenversichert, aber von der Rentenversicherung befreit.

    Berechnung:

    • Monatsverdienst Ihrer Haushaltshilfe: 180 Euro
    • Ihre monatlichen Abgaben als Arbeitgeber: 14,8 Prozent an die Minijob-Zentrale: 26,64 Euro
    • Ihre Ausgaben insgesamt: 180 Euro + 26,64 Euro = 206,64 Euro
    • Gesparte Einkommensteuer pro Monat: 20 Prozent von 206,64 Euro = 41,33 Euro

    An diesem Beispiel können Sie erkennen, dass Ihr Steuervorteil mit 41,33 Euro größer ist als die Summe Ihrer Abgaben für den Minijob mit 26,64 Euro.


    Gut zu wissen

    Ermitteln Sie die Ermäßigung Ihrer Einkommensteuer ganz einfach mit dem Haushaltsscheck-Rechner.

  • Nachweis für die Steuerermäßigung bei Ihrer Einkommensteuererklärung

    Damit Sie die Steuerermäßigung bei Ihrer Einkommensteuererklärung geltend machen können, brauchen Sie einen Nachweis für das Finanzamt. Die Minijob-Zentrale schickt Ihnen diese Bescheinigung über das Arbeitsentgelt, das Sie Ihrem Minijobber im gesamten Vorjahr gezahlt haben sowie die entsprechenden Abgaben, automatisch nach Ablauf eines Kalenderjahres zu.

    Wichtig zu wissen

    Falls die Minijob-Zentrale Ihnen im Vorjahr Beträge für Ihre Haushalthilfe

    beispielsweise für eine Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall

    erstattet hat, müssen Sie diese bei Ihrer Einkommenssteuer berücksichtigen und den geltend gemachten Betrag abziehen.

    Nehmen Sie am Haushaltsscheck-Verfahren teil, profitieren Sie von einer Steuerermäßigung bei Ihren Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse. Diese gilt allerdings nur dann, wenn Ihre Aufwendungen

    • keine Betriebsausgaben, Werbungskosten oder außergewöhnliche Belastungen darstellen und
    • nicht als Dienstleistungen zur Betreuung eines zum Haushalt gehörenden Kindes bei der Ermittlung der Einkünfte bzw. als Sonderausgaben abzugsfähig sind.

    Besonderheiten bei Kinderbetreuungskosten


Erklärfilm - So setzen Sie die Kosten für Haushaltshilfen von der Steuer ab

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