Besonderheiten bei Wohnungseigentümergemeinschaften

Kein Haushaltsscheck möglich

Wohnungseigentümergemeinschaften können den Haushaltsscheck für Minijobs in Privathaushalten nicht anwenden

laut Urteil des Bundessozialgerichts vom 29. August 2012 (AZ.: B 12 R 4/10 R)

und profitieren deshalb auch nicht von den damit zusammenhängenden Steuervergünstigungen.

Allerdings können einzelne Mitglieder einer Wohnungseigentümergemeinschaft bzw. deren Mieter 20 Prozent (max. 4.000 Euro pro Jahr) der entstandenen anteiligen Kosten für haushaltsnahe Dienstleistungen von ihrer Einkommensteuer abziehen .

Beispiel: Eine Wohnungseigentümergemeinschaft lässt die Gemeinschaftsräume durch Minijobber reinigen. Die Kosten für diese haushaltsnahe Dienstleistung können durch die einzelnen Wohnungseigentümer bzw. deren Mieter – entsprechend ihrem Anteil – steuerlich berücksichtigt werden.


Gut zu wissen

Haushaltsnahe Tätigkeiten sind alltägliche Arbeiten in der Wohnung. Kochen, Putzen, Einkaufen und Gartenarbeit zählen ebenso dazu, wie die Betreuung von Kindern, Kranken sowie alten und pflegebedürftigen Menschen – oder auch von Tieren. Diese Arbeiten führen gewöhnlich Familienmitglieder aus, können aber auch durch einen Minijobber erledigt werden, wenn dieser und auch der Arbeitgeber Privatpersonen sind. Im Katalog der Tätigkeiten im Haushaltsscheck-Verfahren gibt es eine genaue Übersicht.


Wichtig zu wissen

Der richtige Ansprechpartner für Fragen zur Steuerermäßigung für Mitglieder einer Wohnungseigentümergemeinschaft bzw. deren Mieter ist das zuständige Finanzamt.