Minijob-Zentrale - Pressearchiv 2019 - Großer Mehrheit der Deutschen ist legale Beschäftigung wichtig – auch für Haushaltshilfen

Großer Mehrheit der Deutschen ist legale Beschäftigung wichtig – auch für Haushaltshilfen

Ausgabejahr 2019
Datum 05.12.2019

Gerechtigkeit im Arbeitsumfeld ist für viele Deutsche von großer Bedeutung.

Gerechtigkeit im Arbeitsumfeld ist für viele Deutsche von großer Bedeutung. 87 Prozent legen Wert darauf, in einer legalen und angemeldeten Beschäftigung angestellt zu sein. Das gilt aber nicht nur für ihr eigenes Arbeitsverhältnis: Drei Viertel (74 Prozent) der Bundesbürger empfinden es als unerlässlich, dass Arbeitgeber auch ihre Haushaltshilfen legal beschäftigen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage der Minijob-Zentrale.

Bochum, 05.12.2019. Ein legales Beschäftigungsverhältnis, ein angemessener Verdienst, Rentenanspruch und geregelte Arbeitsbedingungen – zu einem gerechten Umgang im Arbeitsumfeld zählen viele Aspekte. Wie bedeutend das Thema ist, zeigt die repräsentative Umfrage der Minijob-Zentrale mit dem Umfrageinstitut Civey. 95 Prozent der Befragten finden einen fairen Umgang mit anderen im Arbeitsumfeld wichtig. Einig ist sich die große Mehrheit auch bei der Ablehnung von Schwarzarbeit: Für 87 Prozent ist es persönlich von Bedeutung, in einem legalen Beschäftigungsverhältnis angestellt zu sein. Und das übertragen sie auch auf den Arbeitsplatz Privathaushalt, in dem immer noch viele Haushaltshilfen unangemeldet arbeiten: Knapp drei von vier Befragten (74 Prozent) ist es wichtig, dass Arbeitgeber im Privathaushalt ihre Haushaltshilfe bei der Minijob-Zentrale anmelden. Mehr als zwei Drittel (67 Prozent) würden eine Haushaltshilfe erst gar nicht beschäftigen, wenn diese einer Anmeldung widersprechen würde.

Was Befragten bei der Anstellung von Haushaltshilfen wichtig ist

„Die Untersuchung verdeutlicht ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden der Befragten im Arbeitsumfeld. Das gilt auch für Haushaltshilfen“, erklärt Heinz-Günter Held, Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, zu deren Verbund die Minijob-Zentrale gehört. „Für die Befragten ist es sehr wichtig, dass eine Haushaltshilfe legal beschäftigt wird. Doch auch eine gerechte Bezahlung ist für 47 Prozent der Befragten ein zentraler Faktor bei der Arbeit im Privathaus-halt, gefolgt von einer Unfallversicherung und guten Arbeitsbedingungen“, so Held weiter.

Geringe Pauschalabgaben für Arbeitgeber

Trotz des hohen Gerechtigkeitsempfindens ist Schwarzarbeit weit verbreitet, auch im Privathaushalt. Laut Schätzungen des IW Köln wird noch in rund neun von zehn Haushalten, die eine Haushaltshilfe beschäftigen, schwarz geputzt. Der Großteil der Befragten (74 Prozent) vermutet, dass die Vermeidung von Abgaben ein wesentlicher Grund bei der Entscheidung gegen die legale und offiziell angemeldete Beschäftigung ist. Heinz-Günter Held erläutert: „Entgegen dieser Annahmen zahlen Arbeitgeber nur geringe Abgaben in Höhe von 14,69 Prozent vom monatlichen Verdienst ihrer Haushaltshilfe. Sie können zudem ihre Steuerschuld um 20 Prozent der Gesamtaufwendungen für die Haushaltshilfe reduzieren, und zwar bis zu 510 Euro im Jahr. Darüber hinaus sind sie bei einem Unfall ihrer Haushaltshilfe vor möglichen Schadensersatzansprüchen geschützt.“

Auch Haushaltshilfen profitieren

Haushaltshilfen, die durchschnittlich bis zu 450 Euro im Monat verdienen, müssen bei der Minijob-Zentrale angemeldet werden. Als Arbeitnehmer profitieren sie durch die Anmeldung nicht nur von einem umfassenden Schutz im Falle eines Unfalls. Mit eigenen Rentenversicherungsbeiträgen erwerben sie auch Ansprüche auf das volle Leistungspaket der Rentenversicherung.

Arbeitgeber können ihre Haushaltshilfe einfach online unter minijob-zentrale.de/haushaltsscheck anmelden. Telefonisch kann der Haushaltsscheck unter 0355 / 290 270 799 angefordert werden.

Kontakt:
Dr. Wolfgang Buschfort
Pressesprecher
Deutsche Rentenversicherung
Knappschaft-Bahn-See
Pieperstr. 14-28 44789 Bochum

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