Minijob-Zentrale - Pressearchiv 2016 - Haushaltsjobs bleiben im Smart Home von morgen wichtig

Haushaltsjobs bleiben im Smart Home von morgen wichtig

Ausgabejahr 2016
Datum 07.11.2016

Bochum, 7. November 2016
Neuer Trendreport der Minijob-Zentrale zeigt die Zukunft der Minijobs in Privathaushalten

Neuer Trendreport der Minijob-Zentrale zeigt die Zukunft der Minijobs in Privathaushalten

Putz- und Gartenroboter erleichtern die Hausarbeit, Home-Farming-Apps übernehmen den Anbau von hauseigenen Lebensmitteln und die Telemedizin macht Arztbesuche überflüssig. Zukunftsszenarien, die uns eine hochtechnisierte digitale Welt von morgen voraussagen, gibt es viele. Doch wird die moderne Technik in der Lage sein, die menschliche Arbeitskraft im Haushalt zu ersetzen? Welche Rolle können Haushaltshilfen in einem digitalen Heim überhaupt noch spielen? Pünktlich zum internationalen Tag der Putzfrau am 8. November zeigt ein neuer Trendreport der Minijob-Zentrale: Im Smart Home von morgen werden Haushaltshilfen relevanter denn je sein – auch weil die Gesellschaft immer älter wird.

Bochum, 07.11.2016 – Der digitale Wandel wird in den kommenden Jahren nicht nur fast alle Wirtschaftsbranchen radikal verändern. Auch in den eigenen vier Wänden nimmt die Digitalisierung durch das vernetzte Wohnen zu – und damit zwangsläufig ihr Einfluss auf unseren Alltag. „Bereits in zehn Jahren werden smarte Geräte in nahezu jedem Haushalt zu finden sein“, prophezeit Wolfgang Gründinger, Referent des Bundesverbands Digitale Wirtschaft. „Im Jahr 2026 werden fast alle Menschen in Deutschland mehrere Smart-Home-Produkte besitzen“. Darunter beispielsweise eine smarte Fußmatte, die ältere Menschen im Notfall unterstützt, oder automatische Putzroboter, die vollkommen autonom die Wohnung reinigen. Technologien, die den Menschen ersetzen, bleiben jedoch die Ausnahme. „Der vollautomatische Putz- oder Pflegeroboter wird die Haushaltshilfe nicht ersetzen, so viel ist sicher“, sagt Dr. Eike Wenzel, Zukunftsforscher und Gründer des Instituts für Trend- und Zukunftsforschung (ITZ). Laut Trendforscher ist sogar das Gegenteil der Fall: Minijobber in Privathaushalten werden relevanter denn je – vor allen Dingen beim Wohnungsputz und bei der Seniorenbetreuung.

Digitalisierung trifft auf 60plus

Die Gesellschaft wird im Schnitt immer älter – und digitaler. „Aber alt ist nicht mehr nur alt“, bestätigt Wenzel. Bereits heute lässt sich an den Lebensstilen und Konsumwünschen der Generation 60plus ablesen, was im Alter wichtig ist: Laut des ITZ-Reports muss das digitalisierte Zuhause der Zukunft in erster Linie altersgerecht sein: „Angesichts des demografischen Wandels zeigt sich, dass das Smart Home in den kommenden Jahren stärker in der Seniorenbetreuung und bei den Gesundheitsdienstleistungen eingesetzt wird“, so Wenzel. „Dementsprechend steigt der Bedarf an hochflexiblen Seniorenbetreuern, die sich gleichzeitig als Digital Natives verstehen.“ Durch den digitalen und demografischen Wandel ändert sich dementsprechend das Anforderungsprofil der zukünftigen Haushaltshilfen: Minijobber werden mehr und mehr zu Unterstützern im Alltag, die ganz selbstverständlich mit digital vernetzten Geräten arbeiten und bei ihrer Tätigkeit ständig mit Smart-Home-Anwendungen in Berührung kommen.

Minijobber werden digitale Fürsorge-Spender

Dieser Trend zeigt sich ganz konkret an einem zentralen Szenario des ITZ, der Minijobber im Privathaushalt als digitale Fürsorge-Spender portraitiert. In einer Gesellschaft mit ansteigendem Wohlstandsniveau und zunehmender Digitalisierung werden Putz- und Haushaltshilfen zu gefragten Unterstützern im Gesundheitsmarkt.
„Wir schreiben das Jahr 2026. Es ist 10:13 Uhr. Die Haushaltshilfe checkt routiniert, wie es dem 78-Jährigen geht, der in seinem Smart Home gerade die tägliche Dialyse durchführt. Nachdem in der Ü-70-Wohngemeinschaft die Sensoren vom Staub befreit sind, kümmert sich die helfende Hand um die Wäsche der vier Mitbewohner des Wohnprojekts Digital Senior. Die meisten ihrer intelligenten Kleidungsstücke, die Blutzucker, Herzfrequenz und Puls messen können, müssen in der extra-sensitiven Clean-Box gereinigt werden, um ihre Funktionsleistung nicht zu beeinträchtigen. Anschließend kümmert sich die Haushaltshilfe um den Empfang der Apotheken-Drohne.“

Heute und morgen: Minijobber sind wichtige Stütze der Gesellschaft

Im Smart Home von morgen sind Minijobber gefragte Dienstleister, die ihren Arbeitgebern das Leben erleichtern. Schon heute halten mehr als 300.000 angemeldete Haushaltshilfen ihren Arbeitgebern den Rücken frei – und erwirtschaften so eine Bruttowertschöpfung von 722 Mio. Euro. Tatsächlich dürfte ihr Einfluss auf die Wirtschaftsleistung deutlich höher sein. Denn nicht mitgerechnet ist dabei die gewonnene Zeit, die sie ihren Arbeitgebern durch die Unterstützung freischaufeln. „Die Leistung der zahlreichen helfenden Hände in Privathaushalten verdient Anerkennung – und damit auch eine Anmeldung“, sagt Dr. Erik Thomsen, Leiter der Minijob-Zentrale. „Aus diesem Grund werden wir das Haushaltsscheck-Verfahren zur Anmeldung in den kommenden Jahren vereinfachen und an die Veränderungen anpassen, die der digitale Wandel mit sich bringt“, so Thomsen. Vielleicht kommunizieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer dann nur noch über mobile Apps.

Presseinformation der Pressestelle der Minijob-Zentrale

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Pressesprecher: Dr. Wolfgang Buschfort
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