Minijob-Zentrale - Pressearchiv 2018 - Mehrheit der Deutschen verurteilt Schwarzarbeit im Haushalt

Mehrheit der Deutschen verurteilt Schwarzarbeit im Haushalt

Ausgabejahr 2018
Datum 17.10.2018

Aktuelle Umfrage der Minijob-Zentrale zeigt, wie die Bevölkerung zur illegalen Beschäftigung von Haushaltshilfen steht.

Nie waren mehr Minijobber im Privathaushalt angemeldet als heute. Dass die meisten Haushaltshilfen trotzdem immer noch schwarz arbeiten, sehen viele Menschen kritisch. Das zeigt eine repräsentative Umfrage durch forsa im Auftrag der Minijob-Zentrale. (1)

Bochum, 17.10.2018. 310.000 angemeldete Minijobber im Privathaushalt zählte die Minijob-Zentrale im Juni 2018 – mehr als je zuvor. Zum Vergleich: Nach Einrichtung der Minijob-Zentrale waren es im Dezember 2004 nur rund 103.000. „Trotzdem arbeiten die meisten Haushaltshilfen immer noch schwarz. Experten schätzen, dass bis zu drei Millionen Haushaltshilfen unangemeldet Haushalte in Deutschland unterstützen“, erklärt Heinz-Günter Held, Direktor der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS), zu deren Verbund die Minijob-Zentrale gehört. Das sieht mehr als die Hälfte der Befragten kritisch und ist der Meinung, dass Helfer im Haushalt nur angemeldet arbeiten sollten (56%). Dass Schwarzarbeit im Privathaushalt stärker bestraft werden sollte, finden 45 Prozent der Befragten.

Gut informiert: Vorteile der Anmeldung sind den meisten bekannt

Mehr als zwei Drittel der Befragten wissen, dass angemeldete Minijobber im Privathaushalt unfallversichert sind (82%). Dass sie darüber hinaus Anspruch auf bezahlten Urlaub (55%) und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall haben, ist mehr als der Hälfte der Befragten (51%) bekannt.

Auch, dass Arbeitgeber von Minijobbern im Privathaushalt von der Anmeldung profitieren, ist für viele nicht neu: 74 Prozent der Befragten wissen, dass angemeldete Haushaltshilfen von der Steuer abgesetzt werden können. Ein Minijob im Privathaushalt wird durch die Anmeldung der helfenden Hände zum Gewinn für beide Seiten – ein weitverbreitetes Bewusstsein hierfür spiegelt sich auch in den offiziellen Zahlen der Minijob-Zentrale wider.

Mehr angemeldete Minijobber im Privathaushalt als je zuvor

Die Bekanntheit der Vorteile zahlt sich aus: Mit über 310.000 (2) angemeldeten Minijobbern im Privathaushalt erreicht die Minijobzentrale im Juni 2018 einen Höhepunkt in ihrer 15-jährigen Geschichte. Für Heinz-Günter Held zeigt sich: „Unsere Aufklärungsarbeit der letzten Jahre hat sich ausgezahlt. Die Summe der angemeldeten Minijobber im Privat-haushalt steigt stetig und wir hoffen, diesen Trend durch ein weiter vereinfachtes Anmeldeverfahren auch in den nächsten Jahren fortführen zu können“.

Einfach und sicher: Das Haushaltsscheck-Verfahren
Die Anmeldung eines Minijobbers im Privathaushalt ist kinderleicht: Einfach online unter minijob-zentrale.de/haushaltsscheck gemeinsam den Haushaltsscheck ausfüllen und an die Minijob-Zentrale senden – oder das Formular ausdrucken, ausfüllen und per Post verschicken. Telefonisch kann der Haushaltsscheck unter 0355 / 290 270 799 angefordert werden.

(1) Im August 2018 wurden 1000 Bürgerinnen und Bürger im Auftrag der Minijob-Zentrale durch Forsa befragt.
(2) 2. Quartalsbericht 2018, Minijob-Zentrale

Presseinformation der Pressestelle der Minijob-Zentrale

Kontakt:
Pressestelle der Knappschaft-Bahn-See
Pressesprecher: Dr. Wolfgang Buschfort
Tel.: 0234-304-82050
Fax: 0234-304-82060
Mailto:presse@kbs.de
Internet: http://www.kbs.de/

Deutsche Rentenversicherung
Knappschaft-Bahn-See
Pieperstr. 14/28
44789 Bochum