Minijob-Zentrale - Pressearchiv 2018 - Tag der Putzfrau: Legale Beschäftigungsverhältnisse als Zeichen der Wertschätzung

Tag der Putzfrau: Legale Beschäftigungsverhältnisse als Zeichen der Wertschätzung

Ausgabejahr 2018
Datum 07.11.2018

Am 08.11.2018 ist internationaler Tag der Putzfrau – ein Tag, der für mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung für die Arbeit tausender Haushaltshilfen steht.

Am 08.11.2018 ist internationaler Tag der Putzfrau – ein Tag, der für mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung für die Arbeit tausender Haushaltshilfen steht.

Bochum, 7. November 2018 - Noch immer arbeiten mehr als 3 Millionen Haushaltshilfen nach Schätzungen von Experten schwarz. Fernab von einem legalen Beschäftigungsverhältnis fehlt ihnen der Anspruch auf Arbeitnehmerrechte. Ein angemeldetes Arbeitsverhältnis ist aber nicht nur eine rechtliche Absicherung für beide Seiten. Es ist auch ein Zeichen von Wertschätzung: „Ob Familien, Singles und Senioren – immer mehr Menschen sind im Alltag auf Unterstützung angewiesen. Haushaltshilfen sind für sie eine wichtige und oft unerlässliche Entlastung. Im Gegenzug verdienen sie neben sachgerechter Bezahlung Wertschätzung für ihre Arbeit – und ein legales Beschäftigungsverhältnis“, erklärt Heinz-Günter Held, Direktor der Knappschaft-Bahn-See, zu deren Verbund auch die Minijob-Zentrale gehört.

Haushaltshilfen, die auf 450-Euro-Basis arbeiten, müssen bei der Minijob-Zentrale angemeldet werden. Über 300.000 angemeldete Haushaltshilfen im Privathaushalt zählt die Minijob-Zentrale aktuell – und damit auch mehrere hunderttausend Arbeitgeber, die ein Zeichen für eine hohe Wertschätzung der Arbeit im Haushalt setzen.

Regionale Unterschiede bei der Anzahl von angemeldeten Beschäftigungsverhältnissen von Haushaltshilfen

Die größte Anzahl von geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen von Haushaltshilfen im Privathaushalt findet sich in der Region um Münster und Osnabrück, dort gibt es über 14.000 angemeldete Beschäftigungen auf Minijob-Basis. Ganz anders sieht es an der Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen aus. In den Regionen zwischen Cottbus und Bautzen setzen deutlich weniger Menschen auf Minijobber im Privathaushalt. Rund 1.300 Beschäftigungsverhältnisse wurden in dieser Region bei

der Minijob-Zentrale angemeldet. Aber woher kommen diese regionalen Unterschiede? „Wir gehen davon aus, dass in den Bundesländern mit geringeren Anmeldezahlen grundsätzlich weniger Unterstützung im Haushalt in Anspruch genommen wird“, so Heinz-Günter Held. „Allerdings gibt es im Privathaushalt immer noch eine hohe Schwarzarbeitsquote, die eine eindeutige Aussage zu der Beschäftigungszahl von Haushaltshilfen erschwert“, ergänzt Held.

Legale Beschäftigung schafft Vorteile für beide Seiten
Wer die Minijob-Tätigkeit ordnungsgemäß anmeldet, sorgt für Sicherheit auf beiden Seiten: „Mit der Anmeldung bei der Minijob-Zentrale ist es kinderleicht, die eigene Haushaltshilfe in ein legales Beschäftigungsverhältnis zu bringen. Arbeitet sie für nicht mehr als durchschnittlich 450 Euro im Monat muss sie als Minijobber angemeldet werden. Mit der Anmeldung ist das Beschäftigungsverhältnis legalisiert und sie genießt Arbeitnehmerrechte“, erklärt Held. Hierzu gehören auch der Anspruch auf Mindestlohn und die Entgeltfortzahlung bei Krankheit und Mutterschaft. Im Gegenzug bekommt der Arbeitgeber bei Krankheit, Schwangerschaft und Mutterschaft des Minijobbers auf Antrag 80 bzw. 100 Prozent seiner Aufwendungen von der Arbeitgeberversicherung der Knappschaft-Bahn-See erstattet. Hinzu kommt die automatische Anmeldung des Minijobbers bei der gesetzlichen Unfallversicherung. Minijobber genießen dadurch einen umfassenden Schutz bei Arbeitsunfällen und auch der Arbeitgeber ist im Falle eines Unfalls abgesichert.

Haushaltshilfe anmelden und Wertschätzung ausdrücken
Die Anmeldung der Haushaltshilfe ist in Deutschland nicht nur Pflicht, sondern auch ein Zeichen von Wertschätzung. Für die Anmeldung bei der Minijob-Zentrale einfach den Haushaltsscheck online unter minijob-zentrale.de/haushaltsscheck ausfüllen und an die Minijob-Zentrale senden. Wer noch auf der Suche nach einer helfenden Hand im Haushalt ist, findet passende Angebote unter haushaltsjob-boerse.de, dem offiziellen Online-Jobportal der Minijob-Zentrale – deutschlandweit und kostenlos.

Presseinformation der Pressestelle der Minijob-Zentrale

Kontakt:
Pressestelle der Knappschaft-Bahn-See
Pressesprecher: Dr. Wolfgang Buschfort
Tel.: 0234-304-82050
Fax: 0234-304-82060
Mailto:presse@kbs.de
Internet: http://www.kbs.de/

Deutsche Rentenversicherung
Knappschaft-Bahn-See
Pieperstr. 14/28
44789 Bochum