Minijob-Zentrale - Audio-Pressemitteilungen - Cleanplease – sauber bitte

Cleanplease – sauber bitte

Ausgabejahr

Bochum, Januar 2013

Aktivisten contra Schwarzarbeit

videoPlayer.loadingPlayer

Inhalt des Beitrags:
Eine Gruppe junger Aktivisten organisiert die Besetzung des Gartens eines Lehrers. Der schwarz arbeitende Gärtner des Lehrers wird mit Sitzblockaden am Rasenmähen gehindert, die Aktivisten stürzen eine Schubkarre um und rollen Banner an einer Hauswand aus. Was aussieht wie eine Aktion von Robin Wood oder Greenpeace ist tatsächlich der Versuch, Schwarzarbeit durch nicht angemeldete Minijobber im Haushalt zu verhindern. Die Gruppe nennt sich Cleanplease, sauber bitte. Cleanplease kämpft mit den Mitteln des zivilen Widerstands gegen einen der großen Skandale unserer Zeit. Schwarzarbeit im Haushalt, erklärt Benjamin
Stappenbeck, der Leiter der Aktion: „Cleanplease, das sind meine Freunde und ich und Leute, die wir überall zusammengetrommelt haben. Und wir kämpfen gegen Schwarzarbeit und für die Rechte von Haushaltshilfen, von Minijobbern in Privathaushalten.

Nur 250.000 Haushalte haben ihre Putzhilfen, Gärtner oder Babysitter bei der Minijob-Zentrale angemeldet. Zweieinhalb Millionen arbeiten schwarz. „Was fordern wir deshalb?- Anmelden, anmelden, anmelden!“
Bei der Essener Minijob-Zentrale freut man sich über die Hilfe der Aktivisten. Denn hier werden Minijobber angemeldet, und das ohne finanziellen oder bürokratischen Aufwand, sagt Claudia Müller, von der Pressestelle der Knappschaft-Bahn-See: „Die Minijob-Zentrale findet diese Aktion ganz toll. Sie unterstützt die Protestaktion der Aktivisten. Wir treten natürlich dafür ein, dass jede Haushaltshilfe angemeldet wird und auch so ihre Rechte, die ihr zustehen, wahrnehmen kann.“