Minijob-Zentrale - Pressearchiv 2015 - Minijobber-Zahl im gewerblichen Bereich ist leicht rückläufig

Minijobber-Zahl im gewerblichen Bereich ist leicht rückläufig

Ausgabejahr

Bochum, 25. November 2015

Anstieg der geringfügig Beschäftigten bei den über 65-jährigen

Die Zahl der Minijobber im gewerblichen Bereich ist leicht rückläufig. Wie aus dem heute veröffentlichten Quartalsbericht der Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) hervorgeht, lag sie zum Stichtag 30. September bei 6,66 Millionen. Dies sind 2,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Vergleich zum Vorquartal sank die Zahl der gewerblichen Minijobber um 1,1 Prozent.

Im Bereich der haushaltsnahen Beschäftigungen ist die Zahl der angemeldeten Minijobber in Privathaushalten im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent gestiegen. Sie liegt jetzt bei rund 290.000. Gegenüber dem Vorquartal ist saisonal bedingt ein Rückgang von 1,8 Prozent festzustellen. Der Anstieg der Minijobber-Zahl in Privathaushalten ist erwünscht. Die Anmeldung von Haushaltshilfen wird steuerlich gefördert, um die in diesem Bereich weit verbreitete Schwarzarbeit abzubauen.

Weiter ansteigend ist die Zahl der Minijobber, die eigene Beiträge zur Rentenversicherung zahlen. Sie stieg im gewerblichen Bereich von 16,3 Prozent im September 2014 auf 17,5 Prozent im September 2015. In den Privathaushalten stieg die Zahl im gleichen Zeitraum von 14,0 auf 14,2 Prozent.

Die meisten Minijobber gibt es mit 885.243 Beschäftigten in der Altersgruppe der über 65-jährigen, die wenigsten mit 443.684 Beschäftigten in der Gruppe der unter 20-jährigen. Vom Rückgang der Minijobber-Zahlen ist mit 6 Prozent am stärksten die Altersgruppe der 20- bis 25-jährigen betroffen. Bei den unter 20-jährigen sind es 3,2 Prozent weniger. Ein Zuwachs ist in der Altersgruppe der über 65-jährigen festzustellen. Hier gibt es 2 Prozent mehr Minijobber, bei den 55- bis 60-jährigen 0,7 Prozent und bei den 60- bis 65-jährigen 0,4 Prozent mehr. Verglichen mit September 2014 stieg die Beschäftigtenzahl nur in den Altersgruppen der über 65-jährigen (+ 2,5 Prozent) und der 60- bis 65-jährigen (+ 1,3 Prozent).

Die meisten Minijobber sind im Handel, der Instandsetzung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, im Gastgewerbe sowie im Dienstleistungsbereich beschäftigt. Im Jahr 2014 haben Minijobber durchschnittlich 288 Euro im Monat verdient, in Privathaushalten rund 182 Euro. Rund 25 Prozent der Minijobber im gewerblichen Bereich erhält ein monatliches Entgelt zwischen 400 und 450 Euro, in Privathaushalten sind es lediglich 7,1 Prozent.

Zum 30. September 2015 lag die Gesamtzahl der Minijobber mit 6,95 Millionen um 0,1 Prozent über dem Ausgangswert vom Dezember 2004. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten erhöhte sich nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit dagegen um 17,5 Prozent auf aktuell 31 Millionen Beschäftigte.

Datei ist nicht barrierefrei Quartalsbericht III 2015 (PDF, 2 MB)

Presseinformation der Pressestelle der Minijob-Zentrale

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