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Beschäftigungen in der Gleitzone zwischen 450,01 und 850,00 Euro

Bis 31. Dezember 2012 waren Arbeitnehmer in der sogenannten Gleitzone beschäftigt, wenn das monatliche Arbeitsentgelt zwischen 400,01 Euro und maximal 800,00 Euro lag. Zum 1. Januar 2013 wurde die Verdienstgrenze in der Gleitzone angepasst. Die Regelungen zur Gleitzone gelten seit 1. Januar 2013 in der Entgeltspanne zwischen 450,01 Euro und 850,00 Euro. Während es sich bei einem Arbeitsentgelt bis zu 450,00 Euro im Monat um eine geringfügige Beschäftigung handelt, sind Beschäftigungen mit einem Arbeitsentgelt in der Gleitzone versicherungspflichtig.

Bei mehreren Beschäftigungen ist das insgesamt aus allen Beschäftigungen erzielte Arbeitsentgelt maßgebend.

Beispiel
Ein Arbeitnehmer übt nebeneinander drei Beschäftigungen mit einem Arbeitsentgelt von jeweils 200 Euro monatlich aus. Eine Hauptbeschäftigung besteht nicht. Das monatliche Arbeitsentgelt des Arbeitnehmers beläuft sich auf insgesamt 600 Euro und übersteigt somit die 450-Euro-Grenze. Die Minijob-Regelungen finden keine Anwendung, es handelt sich vielmehr um ein Beschäftigungsverhältnis in der Gleitzone.

Der Arbeitnehmer hat bei Beschäftigungen in der Gleitzone nur einen reduzierten Sozialversicherungsbeitrag zu zahlen. Dieser beträgt bei 450,01 Euro ca. 15 Prozent des Arbeitsentgelts und steigt auf den vollen Arbeitnehmerbeitrag von ca. 20 Prozent bei 850,00 Euro Arbeitsentgelt an. Der Arbeitgeber hat dagegen stets den vollen Beitragsanteil zu tragen. Die Beitragsanteile des Arbeitnehmers und Arbeitgebers können mit Hilfe des Gleitzonenrechners der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See berechnet werden.

Link zum Gleitzonenrechner der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See

Die Regelung zur Gleitzone gilt jedoch nicht für Auszubildende, für Teilnehmer am freiwilligen sozialen oder freiwilligen ökologischen Jahr sowie für Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst.

Beschäftigungsverhältnisse mit einem Arbeitsentgelt in der Gleitzone begründen in der Regel Versicherungspflicht in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Daher ist nicht die Minijob-Zentrale, sondern die jeweilige Krankenkasse des Arbeitnehmers als Einzugsstelle für die Meldungen zur Sozialversicherung und den Einzug der Sozialversicherungsbeiträge zuständig.


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