Mehr als „450 Euro“ und länger als „kurzfristig“

Unterscheidung zwischen Minijob und Midijob

Ein Arbeitnehmer ist nicht geringfügig beschäftigt und hat somit keinen Minijob, wenn er:

  • regelmäßig mehr als 450 Euro pro Monat und
  • länger als drei Monate beziehungsweise 70 Arbeitstage arbeitet.

Die Beschäftigung ist somit sozialversicherungspflichtig: Das bedeutet, es sind Beiträge an die Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung sowie an die Arbeitslosenversicherung zu zahlen. Dazu muss der Arbeitgeber die Beschäftigung bei der zuständigen Krankenkasse des Arbeitnehmers anmelden – nicht bei der Minijob-Zentrale.

Mehr Infos zu den Verdienstgrenzen für 450-Euro-Minijobs im Gewerbe
Mehr Infos zu den Zeitgrenzen für kurzfristige gewerbliche Minijobs

Mehr Infos zu den Verdienstgrenzen für 450-Euro-Minijobs im Privathaushalt
Mehr Infos zu den Zeitgrenzen für kurzfristige Minijobs im Privathaushalt

Midijob in der Gleitzone

Verdient ein Arbeitnehmer regelmäßig 450,01 bis 850 Euro monatlich, befindet er sich in der sogenannten Gleitzone. Damit ist seine Beschäftigung ein Midijob.

Günstige Sozialversicherung für Midijobber

Ein Midijobber muss nicht die vollen Sozialversicherungsbeiträge zahlen, ist aber dennoch umfassend in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung abgesichert. Sein Beitragsanteil richtet sich innerhalb der Gleitzone nach einem fiktiven Wert, der über eine Formel ermittelt wird.

Dagegen leistet der Arbeitgeber eines Midijobbers den vollen Beitragsanteil zur Sozialversicherung.
Hier gelangen Sie zum Gleitzonenrechner der Deutschen Rentenversicherung.

 

Wichtig zu wissen

Sobald der Minijobber mit der Arbeit anfängt, muss der Arbeitgeber beurteilen, ob es sich tatsächlich um einen Minijob handelt und um welche Art, kurzfristig oder 450-Euro. Auch wenn sich der Minijob ändert, ist eine neue Einschätzung fällig. Das nennt sich versicherungsrechtliche Beurteilung der Beschäftigung.