Quartalsbericht der Minijob-Zentrale
1. Quartal 2024

Viermal im Jahr veröffentlicht die Minijob-Zentrale einen Quartalsbericht. Die Zahlen, Grafiken und Statistiken verdeutlichen, wie viele Minijobberinnen und Minijobber es derzeit gibt. In diesem Bericht werden in einer Sonderauswertung unter anderem die Minijobs je Minijobber dargestellt.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Anzahl von Minijobbern

    Bei der Minijob-Zentrale sind 6.835.989 Minijobberinnen und Minijobber gemeldet: 6.586.989 im Gewerbe und 249.479 in Haushalten.

  • Verteilung auf Bundesländer

    Die meisten Minijobberinnen und Minijobber hat Nordrhein-Westfalen: 1.523.596 im Gewerbe und 64.396 in Privathaushalten.

  • Führender Wirtschaftszweig

    "Handel und die Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen" ist die Branche mit den meisten Minijobbenden (1.144.140).

Sonderauswertung

Minijobs je Minijobber

Zum 31. März 2024 üben 96,4 Prozent der Minijobberinnen und Minijobber im gewerblichen Bereich und 76,2 Prozent in Privathaushalten genau einen Minijob aus. Nur 1,7 Prozent der geringfügig entlohnten Beschäftigten im gewerblichen Bereich und 9,8 Prozent in Privathaushalten haben gleichzeitig zwei oder mehr Minijobs.

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Rentenversicherungspflicht nach Bundesländern

Zum 31. März 2024 liegt der Anteil der rentenversicherungspflichtigen Minijobberinnen und Minijobber im gewerblichen Bereich bundesweit bei 20,6 Prozent. In Berlin ist der Anteil mit 27,8 Prozent am höchsten, in Thüringen mit 17,7 Prozent am geringsten.

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Allgemeine Entwicklung

Minijobber im Gewerbe

Die folgenden Darstellungen zeigen die Anzahl der Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe und die Entwicklung im Vergleich zu den vorherigen Quartalen und dem Vorjahr.

Anzahl der Minijobber im Gewerbe

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Zum 31. März 2024 waren bei der Minijob-Zentrale 6.586.510 Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Wert um 1,8 Prozent gestiegen. Im März 2023 waren es noch 6.468.370 Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe.

Entwicklung der Minijobber im Gewerbe

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Im März 2024 gab es in Deutschland 6.586.510 Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe. Zu Beginn der Aufzeichnungen durch die Minijob-Zentrale im Dezember 2004 waren es noch 6.837.866 Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe.

Entwicklung wesentlicher Merkmale

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Die Anzahl der Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe betrug im 4. Quartal 2023 noch 6.672.865. Dementsprechend ist die Anzahl minimal gesunken. Auf die derzeitig 6.586.510 Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe kommen 6.708.328 Minijobs im gewerblichen Bereich bei 1.821.005 Arbeitgebern im Gewerbe.

Minijobber im Haushalt

Die Anzahl der Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten und die Entwicklung im Vergleich zu den vorherigen Quartalen und dem Vorjahr zeigen die folgenden Darstellungen.

Anzahl der Minijobber im Privathaushalt

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Zum 31. März 2024 waren bei der Minijob-Zentrale 249.479 Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Wert um 5,7 Prozent gesunken. Im März 2023 gab es 264.510 Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten.

Entwicklung der Minijobber im Privathaushalt

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Im März 2024 gab es 249.479 Minijobberinnen und Minijobber in Deutschland, die in einem Privathaushalt arbeiten. Zu Beginn der Aufzeichnungen durch die Minijob-Zentrale im Dezember 2004 waren es 102.907 Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten.

Entwicklung wesentlicher Merkmale

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Die Anzahl der Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten betrug im 4. Quartal 2023 noch 259.786. Dementsprechend ist die Anzahl um 4 Prozent gesunken. Zum 31. März 2024 waren 249.479 Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten beschäftigt. Außerdem gab es 290.022 Minijobs in Privathaushalten bei 269.959 privaten Arbeitgebern.

Minijobber nach Alter, Geschlecht und Staatsangehörigkeit

Minijobber im Gewerbe

Alter

64,7 Prozent der Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe sind zwischen 25 und 64 Jahre alt. Darauf folgt die Gruppe der unter 25-jährigen (18,2 Prozent) und die Gruppe der über 65-jährigen (17,1 Prozent).

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Geschlecht

Im gewerblichen Bereich sind 56,5 Prozent der Minijobberinnen und Minijobber weiblich und 43,5 Prozent männlich.

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Staatsangehörigkeit

Mit 82,6 Prozent besitzen die meisten Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe die deutsche Staatsangehörigkeit. Der kleinere Teil von 17,4 Prozent besitzt eine andere Staatsangehörigkeit.

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Minijobber im Gewerbe nach Alter und Geschlecht

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Im März 2024 waren die meisten gewerblichen Minijobberinnen und Minijobber über 65 Jahre alt (533.077 Frauen und 593.105 Männer). Darauf folgte bei den Frauen die Altersgruppe der 55- bis unter 60-Jährigen (390.484) und bei den Männern die Altersgruppe der 20- bis unter 25-Jährigen (305.052).

Minijobber im Gewerbe nach Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter

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Minijobber im Privathaushalt

Alter

77,1 Prozent der Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten sind zwischen 25 und 64 Jahre alt. Darauf folgt die Gruppe der über 65-jährigen (20 Prozent) und die Gruppe der unter 25-jährigen (2,9 Prozent).

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Geschlecht

Im Privathaushalten sind 88,5 Prozent der Minijobberinnen und Minijobber weiblich und 11,5 Prozent männlich.

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Staatsangehörigkeit

Mit 73,4 Prozent besitzen die meisten Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten die deutsche Staatsangehörigkeit. Der kleinere Teil von 26,6 Prozent besitzt eine andere Staatsangehörigkeit.

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Minijobber im Privathaushalt nach Alter und Geschlecht

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Im März 2024 waren die meisten Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten über 65 Jahre alt (41.756 Frauen und 8.060 Männer). Darauf folgte Altersgruppe der 60 bis unter 65- jährigen 36.225 Frauen und 3.885 Männer).

Minijobber im Privathaushalt nach Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter

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Anzahl der Minijobber pro Bundesland

Anzahl der Minijobber im Gewerbe pro Bundesland

Im März 2024 gab es in Nordrhein-Westfalen bundesweit die meisten Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe (1.523.596). Darauf folgten Bayern (1.208.708), Baden-Württemberg (1.034.181) und Niedersachsen (655.489). Die wenigsten gewerblichen Minijobber gab es in Bremen (60.526).

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Entwicklung der Anzahl der Minijobber im Gewerbe pro Bundesland

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Anzahl der Minijobber im Privathaushalt pro Bundesland

Im März 2024 gab es in Nordrhein-Westfalen bundesweit die meisten Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten (64.396). Darauf folgten Bayern (47.013), Baden-Württemberg (35.209) und Niedersachsen (27.798). Die wenigsten Arbeitgeber in Privathaushalten gab es in Bremen (1.782).

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Entwicklung der Anzahl der Minijobber im Haushalt pro Bundesland

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Beitragsaufkommen für Minijobber

Im ersten Quartal zog die Minijob-Zentrale Beiträge in Höhe von 2.286,4 Millionen Euro ein. Davon entfielen 1.196,4 Millionen Euro auf die Rentenversicherung und 937,9 Millionen Euro auf die Krankenversicherung. Zusätzlich wurden147,7 Millionen Euro einheitliche Pauschsteuer und 4,4 Millionen Euro Insolvenzgeldumlage eingezogen.

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Entwicklung des Beitragsaufkommens für Minijobber

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Minijobber nach Wirtschaftszweigen

Minijobber im Gewerbe nach Wirtschaftszweigen

Die meisten Minijobberinnen und Minijobber (1.144.140) arbeiten im Handel und der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen. Darauf folgen 874.382 Minijobberinnen und Minijobber im Gastgewerbe.

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Entwicklung der Minijobber im Gewerbe nach Wirtschaftszweigen

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Sozialversicherung und Rentenversicherung

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

Die Anzahl der Minijobberinnen und Minijobber ist seit Dezember 2004 um 1,5 Prozent gesunken. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 31,7 Prozent.

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1 Quelle: Bundesagentur für Arbeit (Berichtsmonat Januar 2024)


Rentenversicherungspflichtige Minijobber im Gewerbe

Anteil rentenversicherungspflichtiger Minijobber im Gewerbe

Von den Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe waren im März 2024 20,6 Prozent rentenversicherungspflichtig im Minijob. 79,4 Prozent waren im Minijob nicht rentenversicherungspflichtig.

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Rentenversicherungspflichtige Minijobber im Haushalt

Anteil rentenversicherungspflichtiger Minijobber im Haushalt

Von den Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten waren im März 2024 12,3 Prozent rentenversicherungspflichtig im Minijob. 87,7 Prozent waren im Minijob nicht rentenversicherungspflichtig.

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Kontakt

Haben Sie Fragen oder ein Anliegen zu unserem Quartalsbericht?

Schicken Sie uns gerne eine E-Mail: fakten@minijob-zentrale.de

Hinweise zur Datenerhebung

Am 1. April 2003 hat die Minijob-Zentrale ihre Arbeit als zentrale Einzugs- und Meldestelle für Minijobs aufgenommen. Zum Ende eines Quartals veröffentlicht sie seitdem regelmäßig aktuelle Daten zu Entwicklungen der Minijobs. Die veröffentlichten Daten spiegeln den Bestand der Minijob-Zentrale zum Ende eines Quartals wider. Die Abfrage des Bestandes erfolgt erst zur Mitte des Folgemonats, um Nachmeldungen oder später eingereichte Abmeldungen zu berücksichtigen. Der Quartalsbericht der Minijob-Zentrale gibt einen Überblick über die Anzahl der gemeldeten Beschäftigten. Eine Erörterung der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt findet im Rahmen dieses Berichts nicht statt. Entsprechende Analysen werden von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht.

Minijobberinnen und Minijobber

Wenn in diesem Bericht von Minijobberinnen und Minijobber gesprochen wird, handelt es sich ausschließlich um geringfügig entlohnte Beschäftigte. Auf die Darstellung der kurzfristig Beschäftigten wird im Rahmen des Berichts verzichtet. Die Zahl der Minijobber mit drittem Geschlecht (divers) liegt unter 0,01 Prozent und wird daher nicht gesondert aufgeführt.

Grundlage der Statistik der geringfügig Beschäftigten

Für Minijobberinnen und Minijobber sind die gleichen Meldungen zu erstatten, die auch für versicherungspflichtige Arbeitnehmer in Betracht kommen. Neben An- und Abmeldungen müssen auch Jahresmeldungen und Unterbrechungsmeldungen abgegeben werden. Minijobberinnen und Minijobber im privaten Haushalt sind im vereinfachten Haushaltsscheck-Verfahren zu melden.