Quartalsbericht der Minijob-Zentrale
4. Quartal 2025

Viermal im Jahr veröffentlicht die Minijob-Zentrale einen Quartalsbericht. Wie viele Minijobberinnen und Minijobber gibt es? In welchen Branchen arbeiten sie? Unser neuer Quartalsbericht gibt spannende Einblicke und aktuelle Zahlen. Im Fokus steht diesmal die Brückenfunktion von Minijobs - eine Sonderauswertung zeigt, wie viele Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe dem Ersten Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Hier gibt es alle wichtigen Fakten und Trends!

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Das Wichtigste in Kürze

  • Anzahl von Minijobbern

    Bei der Minijob-Zentrale sind 6.928.518 Minijobberinnen und Minijobber gemeldet: 6.674.807 im Gewerbe und 253.711 in Haushalten.

  • Verteilung auf Bundesländer

    Die meisten Minijobberinnen und Minijobber hat Nordrhein-Westfalen: 1.527.643 im Gewerbe und 63.193 in Privathaushalten.

  • Führender Wirtschaftszweig

    "Handel und die Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen" ist die Branche mit den meisten Minijobbenden (1.070.259).

Sonderauswertung

Minijobs: Brücke ins Berufsleben oder doch mehr?

Minijobs wurden u. a. eingeführt, um Beschäftigten den Einstieg in den Ersten Arbeitsmarkt zu erleichtern. Sie sollen eine Brücke ins Berufsleben sein. Die Motive für die Ausübung eines Minijobs sind aber vielfältiger. Ein Großteil nutzt den Minijob auch aus anderen Gründen.

Nützlicher Verdienst im Nebenjob, während der Rente und dem Studium

Sonderauswertung Brückenfunktion Minijobs Bild im Großformat ansehen

Im Dezember 2025 hatten 3,56 Mio. Minijobberinnen und Minijobber bereits eine Hauptbeschäftigung. Sie nutzen den Minijob nicht als Sprungbrett ins Berufsleben, sondern für einen Nebenverdienst.

Auch Rentnerinnen und Rentner sowie Studierende brauchen den Minijob nicht als Brücke in den Ersten Arbeitsmarkt. Rund 1,19 Mio. Minijobberinnen und Minijobber sind unter 25 Jahre alt und finanzieren damit ihr Studium oder ihre Ausbildung.

Weitere rund 1,81 Mio. Minijobberinnen und Minijobber sind bereits im Rentenalter oder kurz davor. Auch sie benötigen den Minijob nicht mehr als Brücke in den Ersten Arbeitsmarkt.

Nur 5,3 Prozent der Minijobber könnten von Brückenfunktion profitieren

Wenn man die oben genannten Personengruppen von der Gesamtzahl aller Minijobber abzieht, bleiben von den knapp 6,93 Millionen Minijobbern noch etwa 0,37 Millionen übrig. Diese Beschäftigten stehen dem Ersten Arbeitsmarkt zur Verfügung.

Damit haben nur 5,3 Prozent aller Minijobber ein Interesse daran, den Minijob in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung umzuwandeln. Der Rest nutzt den Minijob zum Hinzuverdienst.

Fast die Hälfte wechselt in Hauptbeschäftigung

43,8 Prozent der Minijobberinnen und Minijobber, für die eine Brückenfunktion in Frage kommt, nehmen nach Beendigung des Minijobs eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung auf. Nach aktuellen Berechnungen der Minijob-Zentrale verbleiben zwei von drei Minijobberinnen und Minijobbern (66,7 Prozent) beim selben Arbeitgeber.

Laden Sie hier unseren Faktencheck zum Thema Brückenfunktion von Minijobs herunter.

Allgemeine Entwicklung

Minijobber im Gewerbe

Die folgenden Darstellungen zeigen die Anzahl der Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe und die Entwicklung im Vergleich zum vorherigen Quartal und dem Vorjahr.

Anzahl der Minijobber im Gewerbe

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Zum 31. Dezember 2025 waren bei der Minijob-Zentrale 6.674.807 Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Wert um 0,4 Prozent gesunken. Im Dezember 2024 waren es noch 6.701.088 Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe.

Entwicklung der Minijobber im Gewerbe

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Im Dezember 2025 gab es in Deutschland 6.674.807 Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe. Zu Beginn der Aufzeichnungen durch die Minijob-Zentrale im Dezember 2004 waren es noch 6.837.866 Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe.

Entwicklung wesentlicher Merkmale

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Im 3. Quartal 2025 gab es 6.701.472 Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe. Diese Zahl ist um 0,4 Prozent gesunken und liegt nun bei 6.674.807. Auf diese Minijobberinnen und Minijobber entfallen insgesamt 6.788.362 Minijobs im gewerblichen Bereich, verteilt auf 1.819.123 Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber.

Minijobber im Haushalt

Die Anzahl der Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten und die Entwicklung im Vergleich zu den vorherigen Quartalen und dem Vorjahr zeigen die folgenden Darstellungen.

Anzahl der Minijobber im Privathaushalt

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Zum 31. Dezember 2025 waren bei der Minijob-Zentrale 253.711 Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Wert um 2,6 Prozent gesunken. Im Dezember 2024 gab es 260.536 Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten.

Entwicklung der Minijobber im Privathaushalt

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Zu Beginn der Aufzeichnungen durch die Minijob-Zentrale im Dezember 2004 waren 102.907 Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten beschäftigt. Im Dezember 2025 gab es 253.711 Minijobberinnen und Minijobber in Deutschland, die in einem Privathaushalt arbeiten.

Entwicklung wesentlicher Merkmale

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Im 3. Quartal 2024 waren 255.894 Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten tätig. Bis zum 31. Dezember 2025 ist diese Zahl um 0,9 Prozent auf 253.711 Beschäftigte gesunken. Insgesamt gab es 292.853 Minijobs in Privathaushalten, verteilt auf 267.981 private Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber.

Minijobber nach Alter, Geschlecht und Staatsangehörigkeit

Minijobber im Gewerbe

Alter

63,8 Prozent der Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe sind zwischen 25 und 64 Jahre alt. Darauf folgt die Gruppe der über 65-jährigen (18,3 Prozent) und die Gruppe der unter 25-jährigen (17,9 Prozent).

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Geschlecht

Im gewerblichen Bereich sind 55,9 Prozent der Beschäftigten weiblich und 44,1 Prozent männlich.

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Staatsangehörigkeit

Mit 81,9 Prozent besitzen die meisten Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe die deutsche Staatsangehörigkeit. Der kleinere Teil von 18,1 Prozent besitzt eine andere Staatsangehörigkeit.

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Minijobber im Gewerbe nach Alter und Geschlecht

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Im Dezember 2025 waren die meisten gewerblichen Minijobberinnen und Minijobber über 65 Jahre alt (591.544 Frauen und 632.246 Männer). Darauf folgte bei den Frauen die Altersgruppe der 55- bis unter 60-Jährigen (367.521) und bei den Männern die Altersgruppe der 20- bis unter 25-Jährigen (313.623).

Minijobber im Gewerbe nach Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter

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Minijobber im Privathaushalt

Alter

74,7 Prozent der Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten sind zwischen 25 und 64 Jahre alt. Darauf folgt die Gruppe der über 65-jährigen (21,3 Prozent) und die Gruppe der unter 25-jährigen (4,0 Prozent).

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Geschlecht

Im Privathaushalten sind 86,9 Prozent der Beschäftigten weiblich und 13,1 Prozent männlich.

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Staatsangehörigkeit

Mit 72,0 Prozent besitzen die meisten Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten die deutsche Staatsangehörigkeit. Der kleinere Teil von 28,0 Prozent besitzt eine andere Staatsangehörigkeit.

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Minijobber im Privathaushalt nach Alter und Geschlecht

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Im Dezember 2025 waren die meisten Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten über 65 Jahre alt (45.031 Frauen und 9.115 Männer). Darauf folgte die Altersgruppe der 60 bis unter 65-Jährigen ( 35.517 Frauen und 4.359 Männer).

Minijobber im Privathaushalt nach Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter

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Anzahl der Minijobber pro Bundesland

Anzahl der Minijobber im Gewerbe pro Bundesland

Im Dezember 2025 gab es in Nordrhein-Westfalen bundesweit die meisten Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe (1.527.643). Darauf folgten Bayern (1.228.760), Baden-Württemberg (1.040.492) und Niedersachsen (659.926). Die wenigsten gewerblichen Minijobber gab es in Bremen (61.035).

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Entwicklung der Anzahl der Minijobber im Gewerbe pro Bundesland

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Anzahl der Minijobber im Privathaushalt pro Bundesland

Im Dezember 2025 gab es in Nordrhein-Westfalen bundesweit die meisten Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten (63.193). Darauf folgten Bayern (48.944), Baden-Württemberg (36.753) und Niedersachsen (28.141). Die wenigsten Arbeitgeber in Privathaushalten gab es in Bremen (1.844).

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Entwicklung der Anzahl der Minijobber im Haushalt pro Bundesland

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Beitragsaufkommen für Minijobber

Im vierten Quartal 2025 zog die Minijob-Zentrale Beiträge in Höhe von 2.521,5 Millionen Euro ein. Davon entfielen 1.315,3 Millionen Euro auf die Rentenversicherung und 1.034,3 Millionen Euro auf die Krankenversicherung. Zusätzlich wurden 159,3 Millionen Euro einheitliche Pauschsteuer und 12,6 Millionen Euro Insolvenzgeldumlage eingezogen.

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Entwicklung des Beitragsaufkommens für Minijobber

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Minijobber nach Wirtschaftszweigen

Minijobber im Gewerbe nach Wirtschaftszweigen

Die meisten Minijobberinnen und Minijobber (1.070.259) arbeiten im Handel und der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen. Darauf folgen 895.059 Minijobberinnen und Minijobber im Gastgewerbe.

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Hinweis: Mit dem 4. Quartalsbericht 2025 wird erstmals die neue Zuordnung der Wirtschaftsklassen berücksichtigt (WZ 2025).

Entwicklung der Minijobber im Gewerbe nach Wirtschaftszweigen

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Sozialversicherung und Rentenversicherung

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

Die Anzahl der Minijobberinnen und Minijobber hat sich seit Dezember 2004 kaum verändert. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 33,5 Prozent.

Tabelle Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Bild im Großformat ansehen

1 Quelle: Bundesagentur für Arbeit (Berichtsmonat November 2025)


Rentenversicherungspflichtige Minijobber im Gewerbe

Anteil rentenversicherungspflichtiger Minijobber im Gewerbe

Von den Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe waren im Dezember 2025 20,7 Prozent rentenversicherungspflichtig im Minijob. 79,3 Prozent waren im Minijob nicht rentenversicherungspflichtig.

Kreisdiagramm Rentenversicherungspflicht im Gewerbe Bild im Großformat ansehen


Rentenversicherungspflichtige Minijobber im Haushalt

Anteil rentenversicherungspflichtiger Minijobber im Haushalt

Von den Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten waren im September 2025 11,4 Prozent rentenversicherungspflichtig im Minijob. 88,6 Prozent waren im Minijob nicht rentenversicherungspflichtig.

Kreisdiagramm Rentenversicherungspflicht im Privathaushalt Bild im Großformat ansehen

Kontakt

Haben Sie Fragen oder ein Anliegen zu unserem Quartalsbericht?

Schicken Sie uns gerne eine E-Mail: fakten@minijob-zentrale.de

Hinweise zur Datenerhebung

Am 1. April 2003 hat die Minijob-Zentrale ihre Arbeit als zentrale Einzugs- und Meldestelle für Minijobs aufgenommen. Zum Ende eines Quartals veröffentlicht sie seitdem regelmäßig aktuelle Daten zu Entwicklungen der Minijobs. Die veröffentlichten Daten spiegeln den Bestand der Minijob-Zentrale zum Ende eines Quartals wider. Die Abfrage des Bestandes erfolgt erst zur Mitte des Folgemonats, um Nachmeldungen oder später eingereichte Abmeldungen zu berücksichtigen. Der Quartalsbericht der Minijob-Zentrale gibt einen Überblick über die Anzahl der gemeldeten Beschäftigten. Eine Erörterung der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt findet im Rahmen dieses Berichts nicht statt. Entsprechende Analysen werden von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht.

Minijobberinnen und Minijobber

Wenn in diesem Bericht von Minijobberinnen und Minijobber gesprochen wird, handelt es sich ausschließlich um geringfügig entlohnte Beschäftigte. Auf die Darstellung der kurzfristig Beschäftigten wird im Rahmen des Berichts verzichtet. Die Zahl der Minijobber mit drittem Geschlecht (divers) liegt unter 0,01 Prozent und wird daher nicht gesondert aufgeführt.

Grundlage der Statistik der geringfügig Beschäftigten

Für Minijobberinnen und Minijobber sind die gleichen Meldungen zu erstatten, die auch für versicherungspflichtige Arbeitnehmer in Betracht kommen. Neben An- und Abmeldungen müssen auch Jahresmeldungen und Unterbrechungsmeldungen abgegeben werden. Minijobberinnen und Minijobber im privaten Haushalt sind im vereinfachten Haushaltsscheck-Verfahren zu melden.

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