Quartalsbericht der Minijob-Zentrale
1. Quartal 2026
Viermal im Jahr veröffentlicht die Minijob-Zentrale einen Quartalsbericht. Wie viele Minijobberinnen und Minijobber gibt es? In welchen Branchen arbeiten sie? Unser neuer Quartalsbericht gibt spannende Einblicke und aktuelle Zahlen. Im Fokus steht diesmal der Anteil der rentenversicherungspflichtigen Beschäftigten nach Geschlecht und Alter. Hier gibt es alle wichtigen Fakten und Trends!
Das Wichtigste in Kürze
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Anzahl von Minijobbern
Bei der Minijob-Zentrale sind 6.807.248 Minijobberinnen und Minijobber gemeldet: 6.554.876 im Gewerbe und 252.372 in Haushalten.
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Verteilung auf Bundesländer
Die meisten Minijobberinnen und Minijobber hat Nordrhein-Westfalen: 1.503.768 im Gewerbe und 62.723 in Privathaushalten.
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Führender Wirtschaftszweig
"Handel und die Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen" ist die Branche mit den meisten Minijobbenden (1.041.173).
Sonderauswertung
Im März 2026 liegt der Anteil der rentenversicherungspflichtigen Minijobberinnen und Minijobber im gewerblichen Bereich bei 20,9 Prozent: Von den männlichen Minijobbern sind 16,9 Prozent und von den Frauen 23,9 Prozent rentenversicherungspflichtig. Von den Beschäftigten in Privathaushalten sind 11,3 Prozent über den Minijob voll abgesichert in der Rentenversicherung (9,7 Prozent der Männer und 11,6 Prozent der Frauen). Im gewerblichen Bereich sind 30,6 Prozent der 55 bis unter 60-Jährigen Frauen rentenversicherungsplichtig. Im Privathaushalt ist der Anteil der rentenversicherungspflichtigen Minijoberinnen mit 17,5 Prozent in der Altersgruppe der 60 bis unter 65-Jährigen Frauen am größten.
Gewerbe
Privathaushalt
Allgemeine Entwicklung
Minijobber im Gewerbe
Die folgenden Darstellungen zeigen die Anzahl der Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe und die Entwicklung im Vergleich zum vorherigen Quartal und dem Vorjahr.
Anzahl der Minijobber im Gewerbe
Zum 31. März 2026 waren bei der Minijob-Zentrale 6.554.876 Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Wert um 0,6 Prozent gesunken. Im März 2025 waren es noch 6.597.111 Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe.
Entwicklung der Minijobber im Gewerbe
Im März 2026 gab es in Deutschland 6.554.876 Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe. Zu Beginn der Aufzeichnungen durch die Minijob-Zentrale im Dezember 2004 waren es noch 6.837.866 Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe.
Entwicklung wesentlicher Merkmale
Im 4. Quartal 2025 gab es 6.674.807 Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe. Diese Zahl ist um 1,8 Prozent gesunken und liegt nun bei 6.554.876. Auf diese Minijobberinnen und Minijobber entfallen insgesamt 6.665.847 Minijobs im gewerblichen Bereich, verteilt auf 1.802.082 Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber.
Minijobber im Haushalt
Die Anzahl der Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten und die Entwicklung im Vergleich zu den vorherigen Quartalen und dem Vorjahr zeigen die folgenden Darstellungen.
Anzahl der Minijobber im Privathaushalt
Zum 31. März 2026 waren bei der Minijob-Zentrale 252.372 Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Wert um 2,0 Prozent gesunken. Im März 2025 gab es 257.565 Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten.
Entwicklung der Minijobber im Privathaushalt
Zu Beginn der Aufzeichnungen durch die Minijob-Zentrale im Dezember 2004 waren 102.907 Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten beschäftigt. Im März 2026 gab es 252.372 Minijobberinnen und Minijobber in Deutschland, die in einem Privathaushalt arbeiten.
Entwicklung wesentlicher Merkmale
Im 4. Quartal 2025 waren 253.711 Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten tätig. Bis zum 31. März 2026 ist diese Zahl um 0,5 Prozent auf 252.372 Beschäftigte gesunken. Insgesamt gab es 291.544 Minijobs in Privathaushalten, verteilt auf 266.636 private Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber.
Minijobber nach Alter, Geschlecht und Staatsangehörigkeit
Minijobber im Gewerbe
Alter
64,0 Prozent der Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe sind zwischen 25 und 64 Jahre alt. Darauf folgt die Gruppe der über 65-jährigen (18,3 Prozent) und die Gruppe der unter 25-jährigen (17,7 Prozent).
Geschlecht
Im gewerblichen Bereich sind 55,9 Prozent der Beschäftigten weiblich und 44,1 Prozent männlich.
Staatsangehörigkeit
Mit 81,7 Prozent besitzen die meisten Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe die deutsche Staatsangehörigkeit. Der kleinere Teil von 18,3 Prozent besitzt eine andere Staatsangehörigkeit.
Minijobber im Gewerbe nach Alter und Geschlecht
Im März 2026 waren die meisten gewerblichen Minijobberinnen und Minijobber über 65 Jahre alt (581.342 Frauen und 632.246 Männer). Darauf folgte bei den Frauen die Altersgruppe der 55- bis unter 60-Jährigen (359.982) und die Altersgruppe der 20- bis unter 25-Jährigen (358.035).
Minijobber im Gewerbe nach Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter
Minijobber im Privathaushalt
Alter
74,4 Prozent der Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten sind zwischen 25 und 64 Jahre alt. Darauf folgt die Gruppe der über 65-jährigen (21,5 Prozent) und die Gruppe der unter 25-jährigen (4,1 Prozent).
Geschlecht
Im Privathaushalten sind 86,9 Prozent der Beschäftigten weiblich und 13,1 Prozent männlich.
Staatsangehörigkeit
Mit 71,7 Prozent besitzen die meisten Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten die deutsche Staatsangehörigkeit. Der kleinere Teil von 28,3 Prozent besitzt eine andere Staatsangehörigkeit.
Minijobber im Privathaushalt nach Alter und Geschlecht
Im März 2026 waren die meisten Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten über 65 Jahre alt (45.181 Frauen und 9.140 Männer). Darauf folgte die Altersgruppe der 60 bis unter 65-Jährigen ( 35.121 Frauen und 4.336 Männer).
Minijobber im Privathaushalt nach Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter
Anzahl der Minijobber pro Bundesland
Anzahl der Minijobber im Gewerbe pro Bundesland
Im März 2026 gab es in Nordrhein-Westfalen bundesweit die meisten Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe (1.503.768). Darauf folgten Bayern (1.207.365), Baden-Württemberg (1.023.802) und Niedersachsen (650.362). Die wenigsten gewerblichen Minijobber gab es in Bremen (60.197).
Entwicklung der Anzahl der Minijobber im Gewerbe pro Bundesland
Anzahl der Minijobber im Privathaushalt pro Bundesland
Im März 2026 gab es in Nordrhein-Westfalen bundesweit die meisten Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten (62.723). Darauf folgten Bayern (48.727), Baden-Württemberg (36.643) und Niedersachsen (27.885). Die wenigsten Arbeitgeber in Privathaushalten gab es in Bremen (1.808).
Entwicklung der Anzahl der Minijobber im Haushalt pro Bundesland
Beitragsaufkommen für Minijobber
Im ersten Quartal 2026 zog die Minijob-Zentrale Beiträge in Höhe von 2.496,0 Millionen Euro ein. Davon entfielen 1.301,7 Millionen Euro auf die Rentenversicherung und 1.021,0 Millionen Euro auf die Krankenversicherung. Zusätzlich wurden 161,4 Millionen Euro einheitliche Pauschsteuer und 11,9 Millionen Euro Insolvenzgeldumlage eingezogen.
Entwicklung des Beitragsaufkommens für Minijobber
Minijobber nach Wirtschaftszweigen
Minijobber im Gewerbe nach Wirtschaftszweigen
Die meisten Minijobberinnen und Minijobber (1.041.173) arbeiten im Handel und der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen. Darauf folgen 872.945 Minijobberinnen und Minijobber im Gastgewerbe.
Entwicklung der Minijobber im Gewerbe nach Wirtschaftszweigen
Sozialversicherung und Rentenversicherung
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
Die Anzahl der Minijobberinnen und Minijobber hat sich seit Dezember 2004 kaum verändert. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 31,7 Prozent.
1 Quelle: Bundesagentur für Arbeit (Berichtsmonat Januar 2026)
Rentenversicherungspflichtige Minijobber im Gewerbe
Anteil rentenversicherungspflichtiger Minijobber im Gewerbe
Von den Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe waren im März 2026 20,9 Prozent rentenversicherungspflichtig im Minijob. 79,1 Prozent waren im Minijob nicht rentenversicherungspflichtig.
Rentenversicherungspflichtige Minijobber im Haushalt
Anteil rentenversicherungspflichtiger Minijobber im Haushalt
Von den Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten waren im März 2026 11,3 Prozent rentenversicherungspflichtig im Minijob. 88,7 Prozent waren im Minijob nicht rentenversicherungspflichtig.
Kontakt
Haben Sie Fragen oder ein Anliegen zu unserem Quartalsbericht?
Schicken Sie uns gerne eine E-Mail: fakten@minijob-zentrale.de
Hinweise zur Datenerhebung
Am 1. April 2003 hat die Minijob-Zentrale ihre Arbeit als zentrale Einzugs- und Meldestelle für Minijobs aufgenommen. Zum Ende eines Quartals veröffentlicht sie seitdem regelmäßig aktuelle Daten zu Entwicklungen der Minijobs. Die veröffentlichten Daten spiegeln den Bestand der Minijob-Zentrale zum Ende eines Quartals wider. Die Abfrage des Bestandes erfolgt erst zur Mitte des Folgemonats, um Nachmeldungen oder später eingereichte Abmeldungen zu berücksichtigen. Der Quartalsbericht der Minijob-Zentrale gibt einen Überblick über die Anzahl der gemeldeten Beschäftigten. Eine Erörterung der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt findet im Rahmen dieses Berichts nicht statt. Entsprechende Analysen werden von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht.
Minijobberinnen und Minijobber
Wenn in diesem Bericht von Minijobberinnen und Minijobber gesprochen wird, handelt es sich ausschließlich um geringfügig entlohnte Beschäftigte. Auf die Darstellung der kurzfristig Beschäftigten wird im Rahmen des Berichts verzichtet. Die Zahl der Minijobber mit drittem Geschlecht (divers) liegt unter 0,01 Prozent und wird daher nicht gesondert aufgeführt.
Grundlage der Statistik der geringfügig Beschäftigten
Für Minijobberinnen und Minijobber sind die gleichen Meldungen zu erstatten, die auch für versicherungspflichtige Arbeitnehmer in Betracht kommen. Neben An- und Abmeldungen müssen auch Jahresmeldungen und Unterbrechungsmeldungen abgegeben werden. Minijobberinnen und Minijobber im privaten Haushalt sind im vereinfachten Haushaltsscheck-Verfahren zu melden.