Quartalsbericht der Minijob-Zentrale
2. Quartal 2026
Viermal im Jahr veröffentlicht die Minijob-Zentrale einen Quartalsbericht. Wie viele Minijobberinnen und Minijobber gibt es? In welchen Branchen arbeiten sie? Unser neuer Quartalsbericht gibt spannende Einblicke und aktuelle Zahlen. Im Fokus steht diesmal die Dauer von Minijobs bei Frauen im mittleren Erwerbsalter. Hier gibt es alle wichtigen Fakten und Trends!
Das Wichtigste in Kürze
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Anzahl von Minijobbern
Bei der Minijob-Zentrale sind 6.959.301 Minijobberinnen und Minijobber gemeldet: 6.705.720 im Gewerbe und 253.581 in Haushalten.
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Verteilung auf Bundesländer
Die meisten Minijobberinnen und Minijobber hat Nordrhein-Westfalen: 1.527.902 im Gewerbe und 62.847 in Privathaushalten.
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Führender Wirtschaftszweig
"Handel und die Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen" ist die Branche mit den meisten Minijobbenden (1.052.877).
Sonderauswertung
Frauen im Alter von 30 bis 50 Jahren: Kurze Minijob-Dauer
Zum 30. Juni 2026 waren insgesamt 3,75 der 6,71 Millionen Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe weiblich. Davon befanden sich 1,19 Millionen Frauen im mittleren Erwerbsalter zwischen 30 und 50 Jahren. Lediglich 0,16 Millionen Frauen dieser Altersgruppe üben einen Minijob aus, der länger als 5 Jahre dauert. Das sind 2,4 Prozent aller Minijobberinnen und Minijobber.
Nur 35.081 Frauen zwischen 30 und 50 Jahren sind bereits seit mehr als zehn Jahren in ihrem Minijob beschäftigt. Seit mehr als 20 Jahren üben lediglich 1.475 Frauen ihren Minijob aus.
Allgemeine Entwicklung
Minijobber im Gewerbe
Die folgenden Darstellungen zeigen die Anzahl der Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe und die Entwicklung im Vergleich zum vorherigen Quartal und dem Vorjahr.
Anzahl der Minijobber im Gewerbe
Zum 30. Juni 2026 waren bei der Minijob-Zentrale 6.705.720 Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Wert um 0,9 Prozent gesunken. Im Juni 2025 waren es noch 6.764.306 Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe.
Entwicklung der Minijobber im Gewerbe
Im Juni 2026 gab es in Deutschland 6.705.720 Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe. Zu Beginn der Aufzeichnungen durch die Minijob-Zentrale im Dezember 2004 waren es noch 6.837.866 Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe.
Entwicklung wesentlicher Merkmale
Im 1. Quartal 2026 gab es 6.554.876 Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe. Diese Zahl ist um 2,3 Prozent gestiegen und liegt nun bei 6.705.720. Auf diese Minijobberinnen und Minijobber entfallen insgesamt 6.826.385 Minijobs im gewerblichen Bereich, verteilt auf 1.820.289 Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber.
Minijobber im Haushalt
Die Anzahl der Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten und die Entwicklung im Vergleich zu den vorherigen Quartalen und dem Vorjahr zeigen die folgenden Darstellungen.
Anzahl der Minijobber im Privathaushalt
Zum 30. Juni 2026 waren bei der Minijob-Zentrale 253.581 Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Wert um 2,0 Prozent gesunken. Im Juni 2025 gab es 258.742 Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten.
Entwicklung der Minijobber im Privathaushalt
Zu Beginn der Aufzeichnungen durch die Minijob-Zentrale im Dezember 2004 waren 102.907 Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten beschäftigt. Im Juni 2026 gab es 253.581 Minijobberinnen und Minijobber in Deutschland, die in einem Privathaushalt arbeiten.
Entwicklung wesentlicher Merkmale
Im 1. Quartal 2026 waren 252.372 Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten tätig. Bis zum 30. Juni 2026 ist diese Zahl um 0,5 Prozent auf 253.581 Beschäftigte gestiegen. Insgesamt gab es 292.872 Minijobs in Privathaushalten, verteilt auf 267.411 private Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber.
Minijobber nach Alter, Geschlecht und Staatsangehörigkeit
Minijobber im Gewerbe
Alter
63,5 Prozent der Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe sind zwischen 25 und 64 Jahre alt. Darauf folgt die Gruppe der unter 25-jährigen (18,4 Prozent) und die Gruppe der über 65-jährigen(18,2 Prozent).
Geschlecht
Im gewerblichen Bereich sind 55,9 Prozent der Beschäftigten weiblich und 44,1 Prozent männlich.
Staatsangehörigkeit
Mit 81,6 Prozent besitzen die meisten Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe die deutsche Staatsangehörigkeit. Der kleinere Teil von 18,4 Prozent besitzt eine andere Staatsangehörigkeit.
Minijobber im Gewerbe nach Alter und Geschlecht
Im Juni 2026 waren die meisten gewerblichen Minijobberinnen und Minijobber über 65 Jahre alt (591.408 Frauen und 625.734 Männer). Darauf folgte bei den Frauen die Altersgruppe der 20- bis unter 25-Jährigen (380.420) und die Altersgruppe der 60- bis unter 65-Jährigen (359.528).
Minijobber im Gewerbe nach Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter
Minijobber im Privathaushalt
Alter
73,9 Prozent der Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten sind zwischen 25 und 64 Jahre alt. Darauf folgt die Gruppe der über 65-jährigen (21,8 Prozent) und die Gruppe der unter 25-jährigen (4,2 Prozent).
Geschlecht
Im Privathaushalten sind 86,5 Prozent der Beschäftigten weiblich und 13,5 Prozent männlich.
Staatsangehörigkeit
Mit 71,5 Prozent besitzen die meisten Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten die deutsche Staatsangehörigkeit. Der kleinere Teil von 28,5 Prozent besitzt eine andere Staatsangehörigkeit.
Minijobber im Privathaushalt nach Alter und Geschlecht
Im Juni 2026 waren die meisten Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten über 65 Jahre alt (45.864 Frauen und 9.507 Männer). Darauf folgte die Altersgruppe der 60 bis unter 65-Jährigen ( 34.909 Frauen und 4.444 Männer).
Minijobber im Privathaushalt nach Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter
Anzahl der Minijobber pro Bundesland
Anzahl der Minijobber im Gewerbe pro Bundesland
Im Juni 2026 gab es in Nordrhein-Westfalen bundesweit die meisten Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe (1.527.902). Darauf folgten Bayern (1.235.433), Baden-Württemberg (1.047.700) und Niedersachsen (665.815). Die wenigsten gewerblichen Minijobber gab es in Bremen (60.654).
Entwicklung der Anzahl der Minijobber im Gewerbe pro Bundesland
Anzahl der Minijobber im Privathaushalt pro Bundesland
Im Juni 2026 gab es in Nordrhein-Westfalen bundesweit die meisten Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten (62.847). Darauf folgten Bayern (49.018), Baden-Württemberg (36.816) und Niedersachsen (28.026). Die wenigsten Minijobber in Privathaushalten gab es in Bremen (1.819).
Entwicklung der Anzahl der Minijobber im Haushalt pro Bundesland
Beitragsaufkommen für Minijobber
Im zweiten Quartal 2026 zog die Minijob-Zentrale Beiträge in Höhe von 2.581,0 Millionen Euro ein. Davon entfielen 1.346,0 Millionen Euro auf die Rentenversicherung und 1.059,0 Millionen Euro auf die Krankenversicherung. Zusätzlich wurden 162,9 Millionen Euro einheitliche Pauschsteuer und 13,1 Millionen Euro Insolvenzgeldumlage eingezogen.
Entwicklung des Beitragsaufkommens für Minijobber
Minijobber nach Wirtschaftszweigen
Minijobber im Gewerbe nach Wirtschaftszweigen
Die meisten Minijobberinnen und Minijobber (1.052.877) arbeiten im Handel und der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen. Darauf folgen 951.078 Minijobberinnen und Minijobber im Gastgewerbe.
Entwicklung der Minijobber im Gewerbe nach Wirtschaftszweigen
Sozialversicherung und Rentenversicherung
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
Die Anzahl der Minijobberinnen und Minijobber hat sich seit Dezember 2004 kaum verändert. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 32,0 Prozent.
1 Quelle: Bundesagentur für Arbeit (Berichtsmonat Mai 2026)
Rentenversicherungspflichtige Minijobber im Gewerbe
Anteil rentenversicherungspflichtiger Minijobber im Gewerbe
Von den Minijobberinnen und Minijobber im Gewerbe waren im Juni 2026 20,9 Prozent rentenversicherungspflichtig im Minijob. 79,1 Prozent waren im Minijob nicht rentenversicherungspflichtig.
Rentenversicherungspflichtige Minijobber im Haushalt
Anteil rentenversicherungspflichtiger Minijobber im Haushalt
Von den Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten waren im Juni 2026 11,3 Prozent rentenversicherungspflichtig im Minijob. 88,7 Prozent waren im Minijob nicht rentenversicherungspflichtig.
Kontakt
Haben Sie Fragen oder ein Anliegen zu unserem Quartalsbericht?
Schicken Sie uns gerne eine E-Mail: fakten@minijob-zentrale.de
Hinweise zur Datenerhebung
Am 1. April 2003 hat die Minijob-Zentrale ihre Arbeit als zentrale Einzugs- und Meldestelle für Minijobs aufgenommen. Zum Ende eines Quartals veröffentlicht sie seitdem regelmäßig aktuelle Daten zu Entwicklungen der Minijobs. Die veröffentlichten Daten spiegeln den Bestand der Minijob-Zentrale zum Ende eines Quartals wider. Die Abfrage des Bestandes erfolgt erst zur Mitte des Folgemonats, um Nachmeldungen oder später eingereichte Abmeldungen zu berücksichtigen. Der Quartalsbericht der Minijob-Zentrale gibt einen Überblick über die Anzahl der gemeldeten Beschäftigten. Eine Erörterung der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt findet im Rahmen dieses Berichts nicht statt. Entsprechende Analysen werden von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht.
Minijobberinnen und Minijobber
Wenn in diesem Bericht von Minijobberinnen und Minijobber gesprochen wird, handelt es sich ausschließlich um geringfügig entlohnte Beschäftigte. Auf die Darstellung der kurzfristig Beschäftigten wird im Rahmen des Berichts verzichtet. Die Zahl der Minijobber mit drittem Geschlecht (divers) liegt unter 0,01 Prozent und wird daher nicht gesondert aufgeführt.
Grundlage der Statistik der geringfügig Beschäftigten
Für Minijobberinnen und Minijobber sind die gleichen Meldungen zu erstatten, die auch für versicherungspflichtige Arbeitnehmer in Betracht kommen. Neben An- und Abmeldungen müssen auch Jahresmeldungen und Unterbrechungsmeldungen abgegeben werden. Minijobberinnen und Minijobber im privaten Haushalt sind im vereinfachten Haushaltsscheck-Verfahren zu melden.