Ihre Pflichten als gewerblicher Arbeitgeber eines Minijobbers

Anmeldung, Beitragszahlung und arbeitsrechtliche Pflichten

Als gewerblicher Arbeitgeber eines Minijobbers müssen Sie diesen bei der Minijob-Zentrale melden.
Je nachdem, ob Sie einen 450-Euro- oder einen kurzfristigen Minijobber beschäftigen, gibt es Unterschiede bei der Meldung.

Wie Sie die Beiträge leisten

Zusammen mit der individuellen Meldung zur Sozialversicherung für den jeweiligen Minijobber übermitteln Sie auch einen Beitragsnachweis über die Höhe Ihrer Abgaben im jeweiligen Beitragsmonat.
Die gesamten Abgaben für Ihre Minijobber sind spätestens am drittletzten Bankarbeitstag des Beschäftigungsmonats fällig. Sie können Ihre Beiträge per Lastschrift oder Überweisung bezahlen.

Wichtig zu wissen

Sie haben auch eine Melde- und Beitragspflicht zur gesetzlichen Unfallversicherung. Die Minijob-Zentrale deckt diese nicht ab.

Ihre arbeitsrechtlichen Pflichten

Da Ihr Minijobber arbeitsrechtlich in fast allen Bereichen einem vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer gleichgestellt ist, haben Sie auch hier Pflichten. So dürfen Sie Ihren Minijobber nicht schlechter behandeln als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer.

1. Ihr Minijobber hat Anspruch auf Kündigungsschutz, Entgeltfortzahlung bei Krankheit, Krankheit des Kindes, Mutterschaft und Arbeitsausfall an Feiertagen
2. sowie auf Erholungsurlaub.
3. Auch für Minijobber gilt der Mindestlohn
4. Kinder, Jugendliche und schwerbehinderte Minijobber sind arbeitsrechtlich besonders geschützt.
5. Auf Verlangen müssen Sie Ihrem Minijobber ein Arbeitszeugnis ausstellen.
6. Ihr Minijobber hat Anspruch auf einen schriftlichen Nachweis über die wesentlichen Arbeitsbedingungen.

Gut zu wissen

Sie sind in der Arbeitgeberversicherung der Knappschaft grundsätzlich umlagepflichtig. Diese erstattet Ihnen Ihre Aufwendungen bei einer Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall oder bei Mutterschaft Ihres Minijobbers.