Der Midijob

Ein Minijob wird mit bis zu 520 Euro im Monat entlohnt oder kurzfristig ausgeübt – aber was ist ein Midijob? Was unterscheidet ihn vom Minijob? Für wen kommt ein Midijob in Frage? Erfahren Sie, was es beim Midijob zu beachten gibt.

Wann ist es ein Midijob?

Kurz gesagt handelt es sich um einen Midijob, wenn der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin nicht nur kurzfristig beschäftigt ist und der Verdienst durchschnittlich mehr als 520 und höchstens 1.600 Euro monatlich beträgt. Midijobs in diesem sogenannten Übergangsbereich gibt es sowohl im Privathaushalt als auch im Gewerbe.

Minijobs und Midijobs  die Unterschiede

Das gilt für Minijobs

Minijobs zählen als geringfügige Beschäftigungen. Die gängigste Art der Minijobs sind die Minijobs mit Verdienstgrenze, bei denen die monatliche Verdienstgrenze von durchschnittlich 520 Euro wichtig ist. Dabei ist es egal, wie oft und wie lange die Minijobber und Minijobberinnen arbeiten. Anders ist das bei der kurzfristigen Beschäftigung – hier gilt eine Zeitgrenze von 3 Monaten oder 70 Arbeitstagen.

Minijobber und Minijobberinnen werden bei der Minijob-Zentrale angemeldet. Sie sind unfall- und auch rentenversichert, sofern sie sich nicht von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Anderweitig sozialversichert sind Arbeitnehmer über den Minijob allerdings nicht. 

Das gilt für Midijobs

Im Midijob gibt es beim Verdienst eine untere Grenze von 520,01 Euro und eine obere Grenze von 1.600 Euro im Monat. Wer durchschnittlich im Monat in diesem sogenannten Übergangsbereich verdient und auch nicht nur kurzfristig bis zu 3 Monate arbeitet, wird sozialversicherungspflichtig. Das bedeutet: Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung und auch zur Renten- und Arbeitslosenversicherung.

Midijobber werden deswegen nicht bei der Minijob-Zentrale angemeldet, sondern bei ihrer jeweiligen Krankenkasse. An sie führen Arbeitgeber die Beiträge ab. Midijobber sind auch über die gesetzliche Unfallversicherung pflichtversichert, wie alle Beschäftigten, unabhängig von der Höhe des Verdienstes.

Der Übergangsbereich

Früher hieß der Übergangsbereich Gleitzone. Er bezeichnet den Verdienstrahmen von 520,01 bis 1.600 Euro, in dem sich ein Midijobber oder eine Midijobberin bewegt.

Wer zahlt was im Midijob?

Sowohl Midijobber als auch Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen zahlen anteilig in die Sozialversicherung ein. Für Midijobber und Midijobberinnen sind die Beiträge stark reduziert. Der Gesamtbeitrag und der Beitragsanteil des Midijobbers werden dabei jeweils über zwei verschiedene Formeln berechnet. Die Differenz zahlt dann der Arbeitgeber.

Für die Berechnung der Beiträge können Sie den Übergangsbereichsrechner nutzen.

Das zahlen Arbeitnehmer im Midijob

Frau arbeitet am Schreibtisch und nutzt einen Taschenrechner.

Midijobber und Midijoberinnen werden nicht mit dem vollen Sozialversicherungssatz belastet. Denn der Beitragsanteil wird nicht prozentual vom Lohn berechnet, sondern über eine spezielle Berechnungsformel ermittelt. 

Obwohl der Gesamtbeitrag zur Sozialversicherung geringer ist als bei regulär Beschäftigten, können Midijobber die vollen Leistungen der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung in Anspruch nehmen.

Wichtig zu wissen: Die reduzierten Beiträge in die Rentenversicherung wirken sich nicht nachteilig auf die Rentenansprüche der Midijobbers aus. Denn dem Rentenkonto wird der tatsächliche Verdienst aus dem Midijob gutgeschrieben.

Das zahlen Arbeitgeber im Midijob

Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen von Midijobbern zahlen im unteren Bereich des Übergangsbereichs einen höheren Beitrag, als im oberen Bereich. Der Beitrag beginnt für den Midijob ab 520,01 Euro bei 28 Prozent. Dies entspricht den für einen Minijob zu leistenden Pauschalbeiträgen in Höhe von 28 Prozent. Der Beitrag wird bis zur oberen Midijob-Grenze von 1.600 Euro gleitend auf den üblichen Sozialversicherungsbetrag von knapp 20 Prozent abgeschmolzen

Übergangsbereichsrechner