Minijob-Zentrale - Über 450-Euro oder länger als kurzfristig?

Mehr als „450 Euro“ und länger als „kurzfristig“

Was einen Midijob vom Minijob unterscheidet

Ihre Haushaltshilfe ist nicht geringfügig beschäftigt und hat somit auch keinen Minijob, wenn sie

  • regelmäßig mehr als 450 Euro pro Monat verdient und
  • länger als drei Monate bzw. 70 Arbeitstage arbeitet.

Damit ist die Beschäftigung sozialversicherungspflichtig: Das bedeutet, Sie und Ihre Haushaltshilfe müssen Beiträge an die Kranken- und Pflegeversicherung sowie an die Renten- und Arbeitslosenversicherung zahlen. Dazu haben Sie die Beschäftigung bei der zuständigen Krankenkasse Ihrer Haushaltshilfe anzumelden – nicht bei der Minijob-Zentrale.

Mehr Infos zur Verdienstgrenze finden Sie hier:
Entgeltgrenze bei 450 Euro Minijobs im Privathaushalt

Hier erfahren Sie mehr zu den Zeitgrenzen:
Zeitgrenzen bei kurzfristigen Minijobs im Privathaushalt

Midijob im Übergangsbereich (bis 30. Juni 2019 Gleitzone)

Verdient Ihre Haushaltshilfe regelmäßig 450,01 bis 1.300 Euro monatlich, befindet sie sich im sogenannten Übergangsbereich. Damit ist ihre Beschäftigung ein Midijob.

Sozialversicherungsbeiträge im Übergangsbereich

Als Arbeitgeber eines Midijobbers zahlen Sie bereits den vollen Beitragsanteil zur Sozialversicherung. Diesen können Sie mit dem Übergangsbereichsrechner der Deutschen Rentenversicherung ermitteln.

Ihr Midijobber muss nicht die vollen Sozialversicherungsbeiträge zahlen, er ist aber dennoch umfassend in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung abgesichert. Sein Beitragsanteil richtet sich innerhalb des Übergangsbereichs nach einem fiktiven Wert, der über eine Formel ermittelt wird. Diese Berechnung erledigt ebenfalls der Übergangsbereichsrechner für Sie.

Wichtig zu wissen

Wenden Sie sich bei einem Midijob bitte an die Krankenkasse Ihres Midijobbers - nicht an die Minijob-Zentrale.